Zoe (8), Valentin (9) und Sophia (9) haben den Dreh schnell raus. Während Valentin Sand in ein Pendel schüttet und es loslässt, setzen die Mädchen ein Fließband in Bewegung. Schon verteilt der Sand sich in Schlangenlinien auf dem Band. "Wisst ihr, warum die Wellen immer kleiner werden?", fragt Esther Wengert, Lehrerin an der Stephansschule. Sie hat die Ausstellung "Physik on tour" aus Freiburg nach Konstanz geholt. "Ja, weil das Pendel an Schwung verliert", sagt ein Junge. Die Mädchen und Jungen der Klasse 3b der Grundschule Allmannsdorf sind begeistert bei der Sache. An 16 Stationen können sie Experimente zum Thema Schwingungen und Wellen ausprobieren.
Die Dinge "be-greifen"
Für die Konzeption der Ausstellung ist Klaus Wiebel, Physik-Didaktiker an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, verantwortlich. Seine Mitarbeiter und er möchten, dass Schüler durch Be-greifen wissenschaftliche Zusammenhänge verstehen. Das Konzept geht auf: Philipp (8) dreht angestrengt an einer Kurbel, damit Luft in einen Blasebalg fließt. Sobald seine Klassenkameraden an einem Regler drehen, ändert sich die Tonlage. Die Kinder merken, dass die Töne tiefer werden, wenn die Pfeifen länger sind. Judith (8) hat viel Spaß am Raumspiegel. Sie schaut durch ein Loch in einen Kasten. Dahinter hängen parallele Spiegel. Als Sophia in den Kasten tritt, ruft Judith: "Du hast ja plötzlich ganz viele Köpfe!"
