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Konstanz Kirchlicher Dank für die Amateurmusik: Klangvoller Gottesdienst bei den Tagen der Chor- und Orchestermusik

Im Münster feiern Teilnehmer der Musiktage einen ökumenischen Gottesdienst. Dabei ist auch zu erleben, wie toll es klingen kann, wenn sich katholische und evangelische Chöre zusammentun.

Kraft schöpfen oder sich erholen von anstrengenden Auftritten konnten heimische und auswärtige Chorsänger und Instrumentalisten der Tage der Chor- und Orchestermusik beim ökumenischen Gottesdienst im Münster. Ihn gestalteten der Konstanzer Bach-Chor (Lutherkirche) und der Münsterchor unter ihren Dirigenten Claus Gunter Biegert und Steffen Schreyer mit Markus Utz an der Orgel. Utz' Orgelvor- und Nachspiele von Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn, jeweils vollgriffige Stücke würdiger Kraft, leiteten dabei auch die Chorwerke ein und aus: Eingangs- und Schlusschor aus Bachs Ratswahl-Kantate "Wir danken dir, Gott" und Mendelssohns Hymne "Hör mein Bitten".

Beide Chöre waren ökumenisch vereint und fanden zu mächtigem Wohlklang von der Empore herunter: Feierliche Kantaten-Eingangsfuge (man kennt sie auch aus der H-Moll-Messe) und schlicht gesetzter Schlusschoral; bei Mendelsssohn die romantische Ausdrucks- und Gefühlskraft von Bitte und Lob, was im Solo und Dialog der Sopranistin Katharina Nieß mit dem Chor schönste Momente aufblühender Klangkultur bescherte.

Ökumenischer Wohlklang

In gefüllten Bankreihen sang die Gemeinde ökumenisch sinnvoll ausgewählte Lieder. Pfarrer Wolfgang Gaßmann (katholisch, Wollmatingen-Allensbach) begrüßte die Besucher, die Ökumene ("Bewohnte Welt") bekräftigend, die in der ganzen christlich getauften Welt ihre gemeinsame Glaubensbasis finde. Pfarrer Gerd August Stauch (Lutherkirche) hieß in seiner Predigt alle Amateurmusikanten mit Jesu "Ruf in die Freiheit" willkommen. Dieser sei schon in den Zehn Geboten grundgelegt, da sie Freiheitsangebote seien.

Stauch wich der Feststellung nicht aus, Kirchen seien oft "nur" Konzerträume für Gläubige und Ungläubige; aber im musizierten Klangraum sei man Gott am nächsten. Katholische und evangelische Gottesdienste seien ohne Musik kaum vorstellbar. Dieser Gottesdienst hat das wieder eindrücklich bewiesen.

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