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16.04.2012  |  0 Kommentare

Konstanz Keinen Koran in der Stadt verteilt

Konstanz -  Entgegen der Ankündigung des vom Verfassungsschutz als radikalislamisch eingestuften Netzwerks „Die wahre Religion“ sind am Samstag in der Konstanzer Fußgängerzone keine Koran-Exemplare kostenfrei verteilt worden. Vor Ort waren lediglich Polizeistreifen, die die Lage beobachten wollten.Für den Aufbau eines Standes im öffentlichen Raum hätte das Netzwerk eine Sondernutzungserlaubnis benötigt, für die allerdings nach Auskunft des Bürgeramts kein Antrag vorgelegen habe.


Die Aktivisten hätten aber dennoch die Möglichkeit gehabt, die Koran-Exemplare ohne einen festen Aufbau aus der Tasche an Passanten zu verteilen. Die im Grundgesetz festgeschriebene Religionsfreiheit lässt das Verbreiten religiöser Schriften ausdrücklich zu.

Umstritten sind auch nicht die Verteilung der Korane an sich, sondern, die Gruppierung, die dahinter steht, und ihre Ziele. Der Verfassungsschutz geht von radikalen Vertretern des Islam aus, die mit der Aktion auf sich aufmerksam machen wollen. Auch in einigen anderen Städten Baden-Württembergs waren die Aktivisten entgegen der Ankündigung nicht erschienen. In Göppingen, Baden-Baden und Laupheim wurden sie dagegen aktiv.

Die Koran-Verteiler waren vor einigen Wochen, noch vor der großen Debatte über die Hintergründe der Aktion, tatsächlich mit einem Stand und kostenfreien Koran-Exemplaren in Konstanz. Damals traten dort Männer mit Bärten und traditionellen Gewändern aus der islamischen Welt auf. Sicherheitsbehörden rechnen die Aktivisten den Salafisten zu, die einen besonders konservativen Islam vertreten und den Gottesstaat wünschen.

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