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Konstanz Karate-Elite und Kretschmann bei EM in Konstanz

06.10.2012
Konstanz -  Es kommt selten vor, dass eine Stadt wie Konstanz im Konzert der Metropolen wie Prag, London oder München mitspielt. Doch nun ist die Stadt 2013 Schauplatz der Karate-Europameisterschaft.

Markus Rues vom Fitness Dojo freut sich: 2013 wird die Karate-Europameisterschaft in Konstanz stattfinden. Rund 250 Sportler kämpfen um die EM-Titel in der Schänzlehalle, im Konzil (im Hintergrund) wird das Bankett stattfinden.  Bild: Hanser

Markus Rues vom Fitness Dojo Konstanz freut sich: 2013 wird Karate-Europameisterschaft in Konstanz stattfinden. Rund 250 Sportler kämpfen um die EM-Titel in der Schänzlehalle, im Konzil (im Hintergrund) wird das Bankett stattfinden.  Bild: Hanser

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Am Ende hat das Karate und Fitness Dojo Konstanz von Markus Rues die Stadt Belgrad aus dem Rennen geworfen. Die serbische Hauptstadt wollte ebenfalls die Karate-Europameisterschaft veranstalten – doch den Zuschlag hat Konstanz erhalten. „Das liegt an unserem guten Ruf“, sagt Rues, der erfahrene Karateka. Am 20. April kämpfen rund 250 Sportler um die EM-Titel in der Schänzlehalle. Die Veranstalter werden 300 bis 400 Hotelbetten für Sportler und Funktionäre benötigen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat bereits als Schirmherr zugesagt.

Die Stadt Konstanz spielt im Karate im Konzert der ganz Großen mit. Ansonsten werden solche Titelkämpfe an Metropolen wie München, London oder Prag vergeben. „Es sind immer große Städte. Wir bekommen so etwas als einziges Dorf – was Konstanz im Vergleich zu diesen Städten ist“, berichtet Markus Rues. Eigentlich sollte die EM 2013 in der Ukraine stattfinden, die schwierigen politischen Verhältnisse führten zum Verzicht. In Prag wurde vergangenes Jahr ein neuer Austragungsort vergeben. „Da kam es zur Kampfabstimmung zwischen Belgrad und Konstanz“, erzählt der Sportler, der selbst mehrfach bei Welt- und Europameisterschaften erfolgreich war. Schon 2006 hat das Dojo eine EM veranstaltet. „Alle hatten noch die tolle Veranstaltung im Kopf.“ Die Schänzlehalle war damals restlos ausverkauft. Konstanz ist eine Karatestadt mit sieben Dojos. „Sie sind alle ganz gut bestückt“, berichtet Markus Rues, ein Organisator mit Leib und Seele. Er selbst ist bestens vernetzt und wurde eben zum Vizepräsidenten des Deutschen JKA-Karate Bunds e.V. gewählt.

Nun hofft er, genügend Betten zu finden. „Wir kommen bei der Infrastruktur schon an die Grenzen“, sagt er. Normalerweise findet die Karate-EM immer am ersten April-Wochenende statt. Doch weil in den Osterferien die Hotels in der Stadt gut gebucht sind, erreichte er die Verschiebung auf den 20. April. In die Halle werden die rund 60 Helfer eine zusätzliche Tribüne bauen. Die Kämpfe werden auf sechs Kampfflächen ausgetragen. Rues erwartet großes Medieninteresse, so waren 2006 etliche Fernsehsender dabei. Zum Rahmenprogramm gehört ein Bankett im Konzil.

Den Schirmherrn hat Markus Rues auf elegante Weise gewonnen. Er sprach Winfried Kretschmann bei der Verabschiedung von OB Horst Frank direkt an. Wenige Tage später sei die Zusage gekommen. Beim städtischen Sportamt, das die Organisation tatkräftig unterstützt, sei die Begeisterung darüber ebenfalls groß. „Für den Karatesport ist es toll, dass der Landesvater dabei ist.“

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