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Konstanz Junge Union Konstanz gegen „staatlich verordneten Essplan“

03.08.2012
Konstanz -  Die Junge Union Konstanz kann sich einen fleischlosen Tag in Mensen und Kantinen nicht vorstellen. Die Konstanzer Grünen haben ihn vorgeschlagen.
Fleischkonsum

Symbolbild  Bild: Matthias Schrader (dpa)

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Die Freie Grüne Liste im Gemeinderat hat den Antrag gestellt, einen fleischlosen Tag in den Mensen und Kantinen der öffentlichen Einrichtungen einzuführen. Der fleischlose Tag solle zum Klimaschutz beitragen. Die Junge Union Konstanz ist dagegen. Sie setze sich aktiv dafür ein, die Maßnahmen zum Klimaschutz zu verbessern, wird Vorsitzender Harald Rauer in einer Pressemitteilung zitiert. Man müsse das Verständnis für den Klimaschutzes durchaus verbessern. „Außerdem wollen wir konkrete Maßnahmen aufzeigen, wie jeder Bürger in seinem Alltag zum Klimaschutz beitragen kann.“ Doch eine staatliche Verordnung, die sogar vorschreibe, welches Essen konsumiert werden darf, lehne man ab. „Wir halten es stattdessen – bezogen auf die Konstanzer Schulen – für sinnvoller, die Möglichkeiten, die Klimaschutzziele zu erreichen, verstärkt im Unterricht zu behandeln. Darüber hinaus kann auch darauf hingewiesen werden, dass der hohe Fleischkonsum dazu beiträgt, unser Klima zu beeinträchtigen und der Verzehr der angebotenen vegetarischen Gerichte einen Beitrag zum Klimaschutz leistet“, so Rauer.

Der Vorschlag der Grünen stößt auch bei Romen Link, Mitglied des CDU-Landesvorstands, auf Ablehnung: „Ausgangspunkt der politischen Maßnahmen muss es sein, das Verständnis aller für die Notwendigkeit des Klimaschutzes zu verbessern. Durch Zwang ist dies meines Erachtens aber nicht zu erreichen.“ Im Sinne des Klimaschutzes seien zahlreiche Regelungen sinnvoll, insbesondere im Bereich der Energiesparmaßnahmen. „Trotzdem darf dabei die Begrenzung der Freiheit des Einzelnen nicht überzogen werden. Der staatlich verordnete Essensplan geht dabei eindeutig zu weit.“

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