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Reichenau/Allensbach Jeder bekommt einen Scheck

13.07.2009
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Reichenau/Allensbach (bur) Von der weltweiten Bankenkrise ist bei der Bezirkssparkasse Reichenau nichts zu spüren. Während andere Kreditinstitute zur eigenen Sanierung ihre so genannten Giftpapiere in eiligst gegründete Bad Banks auslagern müssen, spendet die Sparkasse aus ihrem Gewinn 93 Allensbacher und Reichenauer Vereinen insgesamt 30 000 Euro. Das macht durchschnittlich rund 320 Euro pro Verein, aber die Beträge seien gestaffelt, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bank, Johann Roth, bei der Spendenveranstaltung. Die Höhe der Spende sei abhängig von der Größe des Vereins, der Anzahl seiner Mitglieder und seiner kulturellen sowie sozialen Bedeutung in der Gemeinde.

Von den bedachten 93 Vereinen waren bei der Spendenveranstaltung rund 80 vertreten. So konnten Roth und sein Vorstandskollege Günter Weber etwa 150 Vereinsverantwortliche begrüßen und bewirten. Dafür opferten etliche Sparkassenmitarbeiter ihre Freizeit, denn wer hinter der Zapfanlage, dem Grill oder gar an der Spülmaschine stand, dem wurde keine Dienstzeit angerechnet. Augenscheinlich machte ihnen aber diese Arbeit aber trotzdem Spaß, jedenfalls waren mürrische Gesichter nicht zu beobachten. Genau so wenig, wie bei den Spendenempfängern.

Nachdem Dirigentin Patricia Klug mit dem Kinderchor des Männergesangsvereins Badenia die Veranstaltung eröffnet hatte, sprachen Johann Roth, Ludwig Egenhofer in Vertretung für die Allensbacher Vereine und Karl Wehrle für die Reichenauer. Damit war der offizielle Teil schon vorbei, so dass Roth und Weber den Rest des Abends in lockerer Atmosphäre den einzelnen Vereinsvertretern die Schecks übergaben.

Schon seit Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts pflegt die Sparkasse Reichenau die Tradition der Spendenveranstaltungen, die nicht jährlich aber doch fast schon regelmäßig im Zweijahres-Rhythmus durchgeführt werden.

Gerade in Zeiten, in denen die Zahl der ehrenamtlichen Helfer in den Vereinen rückläufig sei und auch Engagement alleine nicht ausreiche, um von Finanzen abhängige Vereinsziele zu verwirklichen, sei diese Geste der Bank besonders wichtig, waren sich Egenhofer und Wehrle einig, die sich im Namen der Vereine der beiden Gemeinden bedankten.

Viele Vereinsvertreter waren freudig überrascht über die diesjährige Spendenaktion, die sie gar nicht erwartet hätten. Schließlich hatte die Bezirkssparkasse im laufenden Jahr schon die Welterbestiftung Reichenau und die Bürgerstiftung Allensbach mit je 25 000 Euro unterstützt.

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