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Konstanz Intensive Debatte um Dorfentwicklung

Bei einem Ortstermin der Dettinger Spurgruppe wurde engagiert über die Gestaltung des Ortszentrums diskutiert.

Rund 45  Dettinger nahmen an der Begehung zur Ortsentwicklung teil. Unter anderem soll das Umfeld des alten Schulgebäudes (hier im Bild) neu gestaltet werden. Am kommenden Sonntag ist ein ganztägiger Workshop geplant.
Rund 45 Dettinger nahmen an der Begehung zur Ortsentwicklung teil. Unter anderem soll das Umfeld des alten Schulgebäudes (hier im Bild) neu gestaltet werden. Am kommenden Sonntag ist ein ganztägiger Workshop geplant. | Bild: Schutzbach

Bei einer Begehung zur Ortskernentwicklung von Dettingen traten die ersten Interessenskonflikte zu Tage. Über die Zahl der vorzuhaltenden Parkplätze und den Standort für ein Haus zum Wohnen im Alter gibt es unterschiedliche Ansichten. Die so genannte „Spurgruppe“ hatte zu dem Ortstermin eingeladen.

Zornig warf Thomas Gloger dem Ortsvorsteher Roger Tscheulin und Christa Miez, Vorsitzende des Seniorenvereins „Miteinander leben“, vor, bereits einen Standort für ein Haus für Senioren festgelegt zu haben. Unterstützung fand Gloger in der ebenfalls aufgebrachten Silke Schäfer, beide sind Mitglieder der Spurgruppe. Tscheulin betonte, es handle sich um Vorschläge, festgelegt sei noch nichts. Der Verein Miteinander leben hat unter anderem vorgeschlagen, das gewünschte Haus am Dorfplatz oder den nebenanliegenden Parkplatz zu überbauen.

Gloger und Schäfer befürchten, dass die Zahl der Parkplätze weiter abnehmen könnte oder durch die gewollte Belebung der Ortsmitte nicht mehr ausreiche. Einen erhöhten Parkplatzbedarf hat auch Ulrich Okle, Mitinhaber des gleichnamigen Kaufhauses. Während der Stoßzeiten gebe es bereits jetzt zu wenig Stellplätze, erklärte er. „Und die Autos werden immer größer“, beschrieb er eine weitere Schwierigkeit. Konkrete Vorschläge für einen weiteren Parkraum machte er nicht. Eine Tiefgarage sei sehr teuer, erklärte er, und der Parkplatz hinter der Kapitän-Romer-Halle zu weit weg. Mit dem von vielen Bürgern gewünschten Café im alten Schulhaus und den vermehrten Freizeitangeboten würden die Parkplätze weiter verknappt, befürchtete Okle.

Eine Frau schlug vor, den Platz zwischen dem Gebäude und der vor dem Kaufhaus verlaufenden Straße als Parkplätze einzurichten. Bei der Umgestaltung des Umfeldes der alten Schule – einem ehemaligen Feuerwehrhaus – würden die meisten Bürger die Betonwände an der Allensbacher Straße abreißen. Ob dort der Außenbereichs eines Cafés oder auf der gegenüberliegenden Seite auf dem Schulhof eine Bewirtung geben soll, wird sich wohl erst im weiteren Verlauf der Planung ergeben.

Im Blickpunkt werden auch zwei Wiesen stehen: Die Grünfläche hinter der Halle und die große, brachliegende Wiese oberhalb des Parkplatzes. Die erstgenannte Fläche solle doch von den Schülern genutzt werden, wurde angeregt. In absehbarer Zeit werde es keine Erweiterung der Halle geben, da der Sportentwicklungsplan der Stadt Konstanz dort keinen Bedarf vorsehe. Die andere Fläche könnte bebaut werden, beispielsweise mit einem Haus für Senioren.

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