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Landkreis Konstanz Immer dem gelben Schild nach

Die gelbe Farbe zeigt Wanderern den Weg. Die Gemeinden im Landkreis Konstanz und der Schwarzwaldverein weisen gemeinsam die Wanderwege auf dem Bodanrück und im Hegau neu aus. 263000 Euro werden investiert. Auf Konstanzer Gemarkung stehen die Hinweisschilder bereits.

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Neue Wander-Beschilderung im Landkreis: Norbert Henneberger (links), Chef der Tourist Information Konstanz, und Detlef Zilz vom Schwarzwaldverein stellten das neue System vor. Bild: Hetzel

Landkreis Konstanz - Wer auf Schusters Rappen unterwegs ist, kann sich leicht verirren. Auf Wald- und Feldwegen ist die richtige Richtung oft schwer zu erahnen. Wandervereine und Gemeinden schildern sie daher aus. Doch im Laufe der Jahre kam ein Schilderwald zusammen. "Wir hatten eher ein Wirrwarr", erinnerte sich Norbert Henneberger, Chef der Tourist Information Konstanz. In Zusammenarbeit mit dem Schwarzwaldverein ging man daher ans Planen.

Das passende System musste nicht erfunden werden. Das im Hotzenwald erprobte wurde auf den See übertragen. Wanderer finden auf den Tafeln nicht nur die Ziele in Nähe und Ferne, sondern auch Angaben zu Verkehrsanschlüssen oder Sehenswürdigkeiten. "Ziel ist es, den ganzen Bodanrück und den Hegau damit zu bestücken. Wanderer wandern grenzüberschreitend", sagte Detlef Zilz. Er ist Wegewart im Schwarzwaldverein Konstanz und zugleich stellvertretender Wegewart im Bezirk Donau-Hegau-Bodensee. Durch die Schilder könne sich ein Wanderer ohne Karte zurechtfinden.

Im Schwarzwaldverein habe man einen kompetenten Partner gefunden, sagte Henneberger. "Die Mitglieder wissen, wo ein Pfosten mit Schildern hingehört." Detlef Zilz steckte zwei Jahre in die Vorbereitung. Es habe intensive Gespräche mit den Verwaltungen und den Förstern gegeben. Die Gespräche waren nicht immer einfach. Schwierig sei es zurzeit wegen der Geldnot von Städten und Gemeinden. Zudem gab es rechtliche Fragen zu klären. In Konstanz beispielsweise habe die Sache erst richtig funktioniert, als sie Oberbürgermeister Horst Frank zur Chefsache erklärte, berichtete der Wegewart. Dettingens Ortsvorsteher Albert Griesmeier und "Tourismus plus" in Wallhausen forcierten das Projekt ebenfalls.

In Konstanz ist die Beschilderung fertig. 40 Kilometer markierte Wanderwege gab es, 44 weitere Kilometer sind hinzugekommen. 55 Pfosten wurden gesetzt und 150 Wegweiser anmontiert. Man arbeitet sich langsam bis zur Peripherie des Kreises vor. In Radolfzell sei man bereits weit, berichtete Zilz. Im Bereich Singen und Steißlingen wird eifrig geplant. Bis 2006 sei man im Landkreis komplett fertig.

Detlef Zilz sieht einen touristischen Nutzen. "Es ist gut, wenn die Gäste Anreize zum Wandern haben und nicht schon am ersten Regentag abreisen." Die Resonanz sei bislang sehr gut. So meldeten sich Radfahrer bei ihm, die ein ähnliches System wünschen.

Schilder

Pro Schild gibt es in der Regel vier Wanderziele. An oberster Stelle steht der nächste Standort eines Wegweisers. Vermerkt sind der Bodensee-Wanderweg, der Querweg Freiburg-Bodensee und regionale Wege. Zudem gibt es Höhenangaben sowie Hinweise zum Standort, zu Sehenswürdigkeiten und Verkehrsanschlüssen. Es fehlen Zeitangaben zu den Strecken. Aus Sicht des Schwarzwaldvereins hängt die Wanderzeit vom individuellen Tempo ab.

Finanzierung

Die Beschilderung kostet 263000 Euro. Zur Hälfte kommen die Gemeinden dafür auf. Die andere Hälfte kommt aus Interreg-Mitteln der EU, da die Beschilderung in Vorarlberg und im Thurgau dazu passt.

Schwarzwaldverein

Der Bezirk Donau-Hegau-Bodensee hat fast 6000 Mitglieder in 14 Ortsgruppen. Das Gebiet erstreckt sich von Konstanz über Radolfzell, Singen, Tengen, Engen, Immendingen, Tuttlingen, Stockach bis Überlingen.

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