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Konstanz Im Konstanzer Bodenseeforum stand die Gesundheit im Brennpunkt

Gesundheitsmesse kam bei den Besuchern in Konstanz gut an. Auch die Aussteller ziehen positive Bilanz. Spannendes Podium zum Thema demografischer Wandel

Auf der ersten Gesundheitsmesse im Bodenseeforum wurde den Gästen viel geboten: Neben den Messeständen zu den unterschiedlichsten Themen wurden auch den ganzen Tag über je zwei Vorträge in den Sälen im Obergeschoss angeboten. Zeitgleich konnten die Besucher ihre Gesundheitswerte an verschiedenen Stationen messen lassen. Das Spektrum der Angebote war dabei vielfältig: Stände des Gesundheitsverbundes oder der Psychiatrie Reichenau reihten sich an Magnetschmuck, Insektenschutz oder Gesundheitsberatungen, so dass jeder Bedarf gedeckt wurde.

Eröffnet wurde die Messe durch Andreas Osner, Bürgermeister für Soziales und Kultur, sowie Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg. Beide nahmen auch an der Podiumsdiskussion mit Landrat Frank Hämmerle, Lothar Riebsamen, CDU Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Bodensee, Andreas Vögeli, Vorsitzender der Kommission Gesundheit und Soziales und Axel-Olaf Kern, Studiendekan „Gesundheitsökonomie“ der Hochschule Ravensburg-Weingarten teil. Thema war die Herausforderungen des demografischen Wandels in der Bodenseeregion. Lucha betonte diese Herausforderungen, vor denen das Gesundheitssystem steht, bereits in seiner Eröffnungsrede: Die Menschen würden älter werden, jedoch anders altern als die vorherige Generation und das mit anderen Krankheiten. Er verdeutlichte, dass das Gesundheitsbewusstsein der Menschen und ihre Verantwortung dafür hoch sei – dies sehe man an der „brummenden Gesundheitsbranche“.

Die Gesundheit dürfe jedoch nicht vom Geld abhängig sein, ebenso müsse das Recht auf Gesundheit berücksichtigt werden, erklärte der Minister außerdem. In Bezug auf den demografischen Wandel verwies er auf das Förderprogramm für Hausärzte im ländlichen Raum, für die es bereits im Studium Anreize geben sollte. Lucha verdeutlichte: „Die Krankenhauslandschaft wird sich verändern“. Studiendekan Axel-Olaf Kern ging sogar noch einen Schritt weiter und betonte, dass man im Blick nach vorne auch die technischen Möglichkeiten bedenken müsse. Dabei sollten die Pflegekräfte jedoch nicht ersetzt, sondern unterstützt werden, sodass diese Zeit für die menschliche Zuneigung zum Patienten hätten. Auch der Aspekt der stationären und ambulanten Altenversorgung spielte in der Diskussion eine Rolle. Landrat Hämmerle appellierte im Schlusswort an die Zuhörer: „Treiben Sie mehr Sport – damit lebt man zwar nicht länger, aber man stirbt gesünder“.

Die Aussteller zogen eine positive Bilanz des ersten Tages. Lisa Echner und Stefanie Schmidt betreuten den Stand der Dorow Clinic, die Zahnmedizin und plastische Chirurgie anbietet, und resümierten, dass es ein großes Interesse seitens der Besucher gebe, gerade viele ältere Menschen, die sich insbesondere für die Zahnmedizin interessierten. Auch Werner Merk, Pressesprecher des Gesundheitsverbundes Landkreis Konstanz, empfand die Besucher als sehr positiv und aufgeschlossen, es habe immer regelmäßiges Interesse gegeben. Der Stand hatte im Zuge des Gesundheits-Parcours das Blutdruckmessen angeboten. Besucher Emil Schmidle war von der Messe begeistert und empfand besonders den Samstagmittag als sehr angenehm, da man dort für die Beratung noch nicht anstehen musste.

Die Vorträge in beiden Sälen waren gut besucht, denn auch hier wurde viel Abwechslung geboten. Das neue Pflegestärkegesetz stand ebenso im Mittelpunkt wie Körperspürübungen, Gefäßerkrankungen und Sehverlust.


Info

Vergangenen Samstag und Sonntag fand die Publikumsfachmesse „Gesundheitstage Bodensee“ im neuen Bodenseeforum in Konstanz statt. Über 70 Gesundheitsanbieter und 45 Programmpunkte boten den zahlreichen Besuchern neue Anreize, sich mit der eigenen Gesundheit intensiv auseinanderzusetzen. Über 70 Mediziner und Gesundheitsexperten sprachen auf den beiden Bühnen über ihre Schwerpunkte, moderiert wurde dies von Anne Schmidt und Georg Filsner von SWR4. Für die Gesundheitsvorsoge konnten sich die Besucher an zwölf Stationen des Gesundheitsparcours durchchecken lassen.

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