Konstanz – Simon Zerbe sieht viele Baustellen im Bildungssystem. Deshalb macht der Konstanzer Student mit vielen anderen für eine bessere Bildung mobil. Zerbe ist Mitglied in der Initiative Bildungsoffensive Konstanz, die sich gemeinsam mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) der Universität Konstanz, dem Konstanzer Schülerparlament, Gewerkschaften und Nachwuchspolitikern einige Aktionen rund um das Thema Bildung ausgedacht hat.
Die Organisatoren verfolgen vier zentrale Forderungen: Chancengleichheit im Bildungssystem, verbesserte Lehr- und Lernbedingungen, Demokratisierung und die Abschaffung der derzeitigen Form von Bachelor- und Masterstudiengängen. Hinter diesen Punkten verbergen sich die Forderung nach kleineren Klassen und Seminaren, nach der Abschaffung von Studiengebühren, der Einführung der Ganztagsschule für alle, einer besseren Lehrerausbildung sowie mehr Mitbestimmung von Schülern und Studenten. „Es kann nicht sein, dass an der Uni in einem Gremium zwei Studenten und sechs Professoren abstimmen dürfen“, sagt Simon Zerbe. „Wir Studenten wollen mehr sein als eine Lobbygruppe.“ In einer Pressemitteilung der Organisatoren heißt es weiter: „In keinem anderen vergleichbaren Industriestaat der Welt ist der Schulerfolg so abhängig vom Familieneinkommen und der Vorbildung der Eltern wie in Deutschland. Der Mensch als ganzheitliche Persönlichkeit, die mit Würde ausgestattet ist, wird zu einem stumpfsinnigen Wissensträger herab degradiert, um den auf dem freien Markt gehandelt wird.
