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Konstanz Humboldt-Schüler tauchen in eine fremde Kultur ein

16.11.2011
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Zehntklässler des Humboldt-Gymnasiums sind vom ersten Austausch mit China zurück. Sie haben viel Beeindruckendes erlebt.

Konstanz – In einer fremden Kultur geschieht so manch Ungewohntes. Das haben auch einige Zehntklässler des Humboldt-Gymnasiums festgestellt, nachdem sie zwei Wochen in Peking verbracht haben. Den ersten Austausch mit der international ausgerichteten Yucai-Schule bezeichnen sie als vollen Erfolg – auch wenn sie sich in einigen Punkten umstellen mussten.

Als besondere Eigenart ist den Schülern das chinesische Essen aufgefallen. „Wir haben uns am Anfang alle ein bisschen angestellt, aber dann haben wir alles probiert, auch Skorpione“, sagt der 16-jährige Nils. Das Vorurteil, dass es in China immer Reis gebe, habe sich jedenfalls nicht bestätigt, sagt die 15-jährige Lena. Clara hat dafür festgestellt, dass sie nicht alles aufessen darf. „Chinesen lassen aus Höflichkeit immer die Hälfte übrig. Sonst denkt der Gastgeber, er habe zu wenig gekocht“, erklärt sie. Mit dem Essen kamen die Zehntklässler also gut klar. Gewöhnen musste sie sich allerdings daran, dass vor allem die älteren Chinesen immer wieder mit lauten Geräuschen auf die Straße spucken. „Die finden dafür unser Naseschnäuzen eklig“, sagt Annika.

Die Humboldt-Schüler haben die chinesische Mauer gesehen, waren in der Verbotenen Stadt, am Olympiastadion und der chinesischen Staatsoper. Während dieser Zeit haben sie in Gastfamilien gewohnt. „Viele Eltern können kein Englisch, aber mit der Verständigung hat es trotzdem geklappt“, sagt Nils. Selbst in der Schule hat das funktioniert, obwohl der Unterricht meist auf Chinesisch stattfand. „Irgendwann hatte ich sogar das Gefühl, dass ich was verstehe“, sagt Lena und grinst. Neu war für die Deutschen die Erfahrung, 4000 Schüler in Schuluniform zu sehen und von 7 bis 20 Uhr an der Schule zu sein. Bekannt kam ihnen dagegen der Blödsinn vor, den auch Chinesen im Unterricht anstellen. „Sie haben aber mehr Respekt vor den Lehrern als wir Deutsche“, sagt Kimberly. Sie findet den Austausch sinnvoll, selbst wenn die Humboldt-Schüler kein Chinesisch sprechen. „Wir lernen dabei schließlich eine andere Kultur kennen“, meint sie.

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