Konstanz Hoffen auf die grüne Oase
Noch ist der Platz am Haus Franziskus grau. Der Heimbeirat mit Doris Ziegler (li.), Heike Polinaro und Klaus Maier (Mitte) will eine grüne Oase für geistig Behinderte schaffen. Bild: Bild: Rindt
Konstanz – Einfach mal frische Luft schnappen und gemeinsam im Freien zusammen sitzen. Das ist der große Wunsch von geistig Behinderten aus dem Caritas-Haus St. Franziskus in der Uhlandstraße. Der Heimbeirat aus Vertretern von Angehörigen und Bewohnern hat dies bei einer Umfrage herausgefunden. Jetzt ist er dabei, Gelder für das Vorhaben zu sammeln.
„Die Bewohner sind schon lange sehr unzufrieden mit dem Außenbereich“, sagt Doris Ziegler, die Angehörige im Heimbeirat vertritt. Die Bewohnervertreter Heike Polinaro und Klaus Maier bestätigen dies. Vor dem Haus liegen graue Gittersteine, die Fläche ist Parkplatz, Lagerstätte und für Menschen, die auf den Rollstuhl oder einen Rollator angewiesen sind, nur schwer zugänglich.
Die Vertreter im Heimbeirat setzen sich dafür ein, dass ums Haus herum eine neue, grüne Oase entsteht, mit Sitzbänken, Tischen für Spiele und einem großen, in den Boden eingelassenen Spielplan für „Mensch ärgere Dich nicht“. Für die Gartenpläne muss hinter dem Haus ein Teil des Geländes aufgeschüttet werden. Rund 28 000 Euro muss die Caritas aufbringen, um das Vorhaben zu verwirklichen. Nun hofft sie zusammen mit dem Heimbeirat auf Unterstützung aus der Bevölkerung. Sponsoren können auch einzelne Elemente aus dem Garten bezuschussen, etwa einen Quadratmeter Pflasterbelag für 60 Euro oder das Spielfeld für 3000 Euro oder die Spieltische für 850 Euro. Die ersten 900 Euro sind jüngst bei einem Benefizkonzert in Steißlingen durch den Allegro-Chor eingegangen.
Heike Polinaro und Klaus Maier, der selbst auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen ist, würden sich über einen rollstuhlgängigen Garten vor der Haustüre freuen. Die Bewohner, die gehen können, könnten sich dann dort mit den anderen ohne größeren Aufwand treffen. Heute seien gemeinsame Gänge ins Freie oftmals nur mit Vorplanung sowie Hilfen von Fahrdienst und Betreuern möglich. Heike Polinaro und Klaus Maier spielen beide leidenschaftlich gern Mühle. Den neuen Garten würden sie nutzen, um es auch mal im Freien zu spielen.
