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16.07.2012  |  von Julia Russ  |  0 Kommentare

Konstanz Hinreißende Musik zum 40-Jährigen

Konstanz -  Am 13. Juli fand in der Lutherkirche das Benefizkonzert „Alina Pogostkina & Friends“ statt./Zusammen mit drei weiteren hochkarätigen Musikern präsentierte die renommierte Geigerin ein originelles Programm./Rund 400 Zuhörer lauschten den Werken von Schubert, Dohnányi, Bartók und Suk.

Andreas Brantelid begleitete Alina Pogostkina in der Lutherkirche.  Bild: Bild:russ

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„Wie klingen 40 Jahre Rotary Club (RC) Konstanz-Rheintor?“, lautete die Aufgabe, die Präsident Frank Hoffmann der renommierten Geigerin Alina Pogostkina für das diesjährige Benefizkonzert gestellt hatte, das zugleich die konzertante Festansprache zum 40-jährigen Jubiläum des Vereins war. Ihre Antwort war ein originelles Programm mit Werken von Schubert, Dohnányi, Bartók und Suk, das sie zusammen mit drei weiteren Musikern am Freitag in der Lutherkirche präsentierte.

Alina Pogostkina trat nicht das erste Mal in Konstanz auf, sondern bestreitet jedes Jahr das Benefizkonzert des RC Konstanz-Rheintor. Der Erlös fließt immer in die Hilfsprojekte, die der Verein unterstützt. Neben weiteren kleinen sind dies momentan das Herzkinder-Projekt, die Initiative b.free zur Alkoholsucht-Prävention und das Projekt Target gegen die weibliche Genitalverstümmelung in Afrika. Schuberts Notturno für Klaviertrio Es-Dur verbreitete direkt zu Beginn eine andächtige Stimmung unter den rund 400 Zuhörern. Mit leisen Klaviertönen fing es an, kurz darauf setzten die Violine und das Violoncello zart und melancholisch ein. Der Glamour der großen Konzertsäle der Welt haftet Alina Pogostkina an und so klang auch ihr Geigenton, der im Laufe des Stückes dramatisch anschwoll. Leider griff sie ausgerechnet beim Pizzicato, dem leichten Zupfen an den Saiten, daneben, das zu Schuberts tragischer Melodie einen so markanten Gegensatz bildet. Dennoch applaudierte das Publikum entzückt nach dem langgezogenen Streicherton, der das Notturno beendete.

Bei der folgenden Serenade von Ernst von Dohnányi konzertierten Violine, Viola und Violoncello gleichberechtigt miteinander. Razvan Popovici auf der Viola und Andreas Brantelid auf dem Violoncello, der für Jan-Erik Gustafsson einsprang, formten zusammen mit Alina Pogostkina einen changierenden Klangteppich. Hohes Tempo, Pizzicato und gefühlvolle Melodien wechselten einander beständig ab.

Zum Abschluss spielten die vier Musiker das Quartett für Klavier und Streichtrio a-moll von Josef Suk, dessen hochdramatischen, aber auch äußerst romantischen Passagen das Publikum bis zum Schluss in den Bann zogen. Mit einer Zugabe aus dem letzten Satz verabschiedeten die Interpreten sich unter begeistertem Applaus.

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