Konstanz -
Auch aus dem Stadtbild verschwindet nun das Glasverbot: Die Technischen Betriebe haben die Schilder abmontiert.
Morgens um 10 Uhr an der Fahrradbrücke in Konstanz: Das erste von rund 30 Schildern zum Glasverbot wird von Antonio Maione und Michael Räder abgeschraubt.
Bild: Hanser
Das Glasverbot an See und Seerhein gehört der Vergangenheit an. Am Dienstagmorgen haben die Technischen Betriebe Konstanz die Schilder im Stadtgebiet abgehängt. Insgesamt sind es rund 30. Nun warnt nichts mehr davor, welche Folgen der Schluck aus einer Glasflasche zwischen 19 und 6 Uhr hat und dass eine entsprechende Polizeiverordnung besteht. Diese hat der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim gekippt.
Die Stadt Konstanz konnte keinen Nachweis erbringen, wie viele Menschen sich durch Glassplitter verletzt haben. Denn die Verletzungsgefahr zählte offiziell zu den Argumenten für das vom Gemeinderat im vergangenen Jahr erlassene Glasverbot zwischen April und Oktober. Es ging aber um mehr: Mit der Polizeiverordnung sollten Feierwütige vom exzessiven Alkoholgenuss entlang dem Gewässer abgehalten werden.
Immer wieder war es in den vergangenen Jahren zu Schwierigkeiten gekommen, weil Betrunkene in Streit gerieten, Sachbeschädigungen begingen und Anwohner mit Lärm belästigten. Juristisch gesehen gilt das Glasverbot erst mit dem in einigen Tagen zugestellten schriftlichen Urteil des Verwaltungsgerichtshofs als gekippt. Doch die Stadt hat bereits am Wochenende auf Kontrollen und Sanktionen durch die Ortspolizei verzichtet.
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