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Konstanz

Herbstsonne rettet Suserfest

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Das 36. Suserfest brachte am Wochenende ländliche Erntedank-Atmosphäre in die Konstanzer Innenstadt. Kanzleistraße, Kaiserbrunnen und ein Teil der Rosgartenstraße waren aufwendig herbstlich dekoriert. Mehrere tausend Gäste genossen bei idealem Frühherbstwetter neuen Wein, Dinnele und Zwiebelkuchen.

Der Suser stand in der Innenstadt im wahrsten Sinne im Mittelpunkt. Auf der Kanzleistraße kam man am Fest buchstäblich kaum vorbei.
Foto: Scherrer

Konstanz - Organisator Bernd Dehne zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf. Tausende Gäste kamen, und der in diesem Jahr erstmals fehlende Verkaufssonntag (er wurde auf 30. Oktober verschoben) zeigte kaum Auswirkungen. Am Samstag war ein Durchkommen - bei idealem Herbstfestwetter - auf der Kanzleistraße kaum mehr möglich. Auch als am Sonntagnachmittag der Musikverein Allensbach spielte, kamen die Menschen in Strömen.

Unter den Gästen war unter anderem Hobby-Sänger und Fasnachtsaktivist Marcus Nabholz. Und das, obwohl er dem Suser-Test eher zweifelnd gegenüberstand: "Was? Des halbfertige Zeugs?" Im Gegensatz zu Marcus Nabholz gibt es jedoch viele Konstanzer, die dieses köstliche Getränk überaus schätzen, zumal wenn es sich um echten Konstanzer Suser aus der heimischen Traditions-Spitalkellerei handelt. Auch die Dinnele finden regen Absatz. Und die Besten, so die Meinung von Kennern, seien die von Luigi Pessaro, der im Laufe der Jahrzehnte schon beinahe als Konstanzer gilt. Obwohl mit zwei gleich Ständen in der Rosgartenstraße vertreten, bilden sich bei ihm teils lange Warteschlangen - wie vor vielen anderen gastronomischen Angeboten auch.

Ein wenig vermisst wurde das Straßen-Café des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz. Erstmals beteiligte sich Michael Koch samt seinen Frauen und Mannen nicht am Suserfest, was viele schade fanden, denn sein Stand war immer gemütlich und heimelig. Dafür aber war der Gemüsestand beim Kaiserbrunnen ein wahrer Blickfang. Liebevoll dekorierte Zwiebel- und Knoblauchzöpfe, originell gestaltete "Spitzköpfe", phantasievolle "Zwiebelköpfle" und ansprechende Trockenblumensträuße waren dekorativ zwischen Obst und Gemüse arrangiert. Damit wurde Erntedank-Atmosphäre in die Altstadt gezaubert.

Organisations-Chef Bernd Dehne ist mit dem Verlauf des Festes sehr zufrieden. Zwar bildeten sich am Sonntag nicht die Menschentrauben der Vorjahre, als parallel der Verkaufssonntag stattfand. Dennoch überragte der Besuch manche Erwartungen, was zeigte: Das Suserfest funktioniert auch ohne verkaufsoffenen Sonntag. Aber eines sagt Dehne ebenfalls deutlich: "Das Suserfest steht und fällt mit dem Wetter." Und da hatten die Beteiligten am Wochenende wirklich Glück.

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Autor: AURELIA SCHERRER
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