Mein

Konstanz Happy End im Konstanzer Klarinetten-Krimi

10.02.2012
Zum Thema
Schlagwörter


Beim Feiern nach dem Fasnachts-Umzug in Konstanz vor zwei Wochen war sie plötzlich weg: die geliebte Klarinette des Bräunlinger Stadtmusikers Thomas Heine. Doch durch Mithilfe des Stadtmusikdirigenten Andreas Dangel, eines Musikhändlers und des SÜDKURIER gab es nun doch noch ein Happy End.Der 38-jährige Tobias Heine ist Musiker mit Leib und Seele und nahm mit der Bräunlinger Stadtkapelle am Umzug in Konstanz teil.

An die Situation am 22. Januar erinnert er sich noch genau: Heine stand nach dem Umzug mit ein paar Musikerkollegen gegen 17.30 Uhr in einem fast leeren und dadurch auch übersichtlichen Discozelt. Die Klarinette lag in Reichweite auf einem kleinen Tisch. Während er sich mit einer Närrin der Bonndorfer Pflumeschlucker unterhielt, machte ihn die Frau auf ein paar rote Teufel mit Latexmaske aufmerksam: „Pass auf deine Klarinette auf, einer von ihnen wollte schon darauf spielen.“ Während sich die Frau in den nächsten Minuten verabschiedete, war auch seine Klarinette schon verschwunden. Und niemand im Discozelt hatte den Langfinger beobachtet.

Tobias Heine fackelte nicht lange, rief die Polizei und informierte am nächsten Tag auch seinen Dirigenten Andreas Dangel. Der wiederum setzte auf die Mithilfe der SÜDKURIER-Lokalredaktion in Konstanz, die über den Diebstahl auch umgehend berichtete. Und tatsächlich verhalf ein SÜDKURIER-Leser aus Konstanz zum Durchbruch in dieser kleinen Kriminalgeschichte. Dieser führt im nahen Kreuzlingen ein Musikgeschäft, das am Dienstag nach dem Umzug von zwei jungen Männern aufgesucht wurde. Die beiden boten ihm eine Klarinette an, angeblich ein Erbstück vom Opa. Sofort war ihm die Meldung in der Zeitung wieder eingefallen. Geistesgegenwärtig bat er die beiden um Telefonnummer und Adresse, da sein angeblicher Kollege, ein Experte und Schätzer für Holzblasinstrumente, nicht im Haus sei. Übers Internet knüpfte der Musikhändler dann den Kontakt zur Bräunlinger Stadtkapelle und gelangte so schließlich zu Tobias Heine. Schnell stand über die eingestanzte Instrumentalnummer fest, dass es sich bei dem „Erbstück“ um die gestohlene Klarinette handelte.

Mit dieser Tatsache konfrontiert, änderten die beiden Männer tags darauf ihre Aussage: Sie hätten die Klarinette im Straßengraben gefunden. Das hilft den beiden nun aber auch nicht aus der Patsche: Sie sind dran wegen Diebstahls und auch noch wegen Schmuggels, weil sie das gute Stück verkaufen wollten.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln