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Konstanz Gut gerüstet für Großbrände

Großeinsätze noch professioneller abarbeiten kann seit kurzem die Freiwillige Feuerwehr Konstanz. Sie hat hierfür ein neues Fahrzeug in Dienst gestellt: Das "Einsatzleitwagen 2" (ELW 2) genannte Gefährt wurde vom Land bezuschusst und hat rund 170000 Euro gekostet.

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An den Außenwänden des neuen Einsatzleitwagens 2 der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz werden Lagekarten geführt. An der Markise eingehängte Lampen sorgen für blendfreies Licht. | Bild: Hanser

Konstanz (nea) Bei Großbränden oder vergleichbaren Ereignissen wird der Einsatzleitwagen eingesetzt. Es dient dann der so genannten Führungsunterstützung, soll heißen: Der Einsatzleiter kann Aufgaben dorthin übertragen und sich auf seine wesentlichen Aufgaben, das Entscheiden und das Führen der Mannschaft konzentrieren. Dort werden auch eine Übersichtszeichnung der Einsatzstelle geführt sowie die Informationen über die Opfer und die eingesetzten Kräfte gesammelt. Der ELW dient auch als Anlaufstelle für Vertreter anderer Hilfsorganisationen und Behörden.

Das neue Fahrzeug ersetzt einen technisch überholten Vorgänger, der 1983 im Eigenausbau entstanden war. Bewusst haben sich die ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer gegen den Einsatz modernster Technik ausgesprochen. So wurde unter anderem auf Systeme mit berührungsempfindlichen Bildschirmen verzichtet und statt dessen zusätzlich in bewährte Technik investiert.

An zwei Arbeitsplätzen stehen mehrere Funkgeräte für die überörtliche und die Einsatzstellen-Kommunikation zur Verfügung. Eine Telefonanlage ist über Mobilfunk angebunden. Diese kann auch an ISDN oder das herkömmliche Festnetz angeschlossen werden. Einen Internetzugang mit E-Mail-Postfach gibt es ebenso. Insgesamt stehen zwei Computer bereit. Eine Wetterstation kann auf dem Fahrzeugdach angebracht werden, um unter anderem zeitnahe Informationen über Windrichtung und -geschwindigkeit zu erhalten.

Besonders stolz sind die meist ehrenamtlichen Mitglieder der Arbeitsgruppe ELW darauf, dass sie einige neuartigen Ideen mit dem Fahrzeugausrüster Weschenfelder aus Bretten umsetzen konnten. So gibt es eine automatische Umschaltung zwischen Fahrzeug- und Mastantenne. Auch die Kabelführung auf dem Dach wurde nach Konstanzer Vorstellung verwirklicht.

Großen Wert hat die Konstanzer Arbeitsgruppe unter der Leitung von Kommandant Dieter Quintus auf die Raumausnutzung gelegt. So wurden alle fünf Sitze drehbar ausgeführt. Der Funkraum ist im hinteren Teil eingerichtet. In der Mitte befindet sich der Arbeitsraum, der zusammen mit den vorderen Sitzen, als kleiner Besprechungsraum genutzt werden kann. Zur Beladung gehört außerdem eine Wärmebildkamera, die Wärmestrahlung von Gegenständen aufnimmt und auf einem eingebauten Schirm sichtbar macht.

Die Feuerwehr im Internet:

www.feuerwehr-konstanz.de

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