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Konstanz Glühwein zum Richtfest

Beim Richtfest für den Elite-Neubau auf dem Campus der Universität gab es gestern Glühwein für Forscher und Handwerker. | Bild: van Bebber

Konstanz (fvb) Bevor die Geisteswissenschaftler hier denken, müssen erst die Handwerker mit ihrer Arbeit fertig sein - gemeinsam feiern können sie aber schon jetzt: An der Baustelle des ersten Neubaus für die Exzellenz-Universität stießen Handwerker und Forscher gestern beim Richtfest mit Glühwein an. Der Rohbau für das Gebäude mit dem neuen Erkennungsbuchstaben Y steht. "Das Dach ist drauf, der Winter kann kommen", sagte Direktor Arnfried Leifert vom Amt für Vermögen und Bau des Landes in Konstanz. Damit stehen die Chancen gut, dass 70 Forscher im nächsten Sommer in den 1180 Quadratmeter großen Bau einziehen können.

Der Bau ist sichtbares Zeichen des Erfolgs in der ersten Runde des Elite-Wettbewerbs 2006. Damals errang die Hochschule einen geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsverbund über "Kulturelle Grundlagen für Integration". Rund 50 neue Stellen sind bereits eingerichtet. Zu dem Verbund gehört auch das Kolleg für Gastforscher in der ehemaligen Bischofsvilla am Seerhein. Offizieller Auftakt der inhaltlichen Arbeit des Exzellenzclusters ist heute Abend im Inselhotel mit einer internationalen Tagung zum Thema "Bürgerkriege - Integration auf dem Prüfstand".

Die an der Universität tätigen Forscher arbeiten bis zur Eröffnung des Y-Gebäudes noch in provisorischen Büros, unter anderem in der Bibliothek. Ziehen sie aus, kann die Universität den Platz gut gebrauchen: In der zweiten Runde des Elite-Wettbewerbs Mitte Oktober war sie noch erfolgreicher. Sie wurde insgesamt zu einer der besten Universitäten Deutschlands erklärt und kann nun in verschiedenen Förderprojekten rund 400 neue Mitarbeiter beschäftigen. Die Uni verhandelt darum mit dem Land bereits über einen weiteren Neubau auf dem Campus der Hochschule. Das ist kniffelig, denn mit dem Geld aus dem Elite-Wettbewerb darf kein Bau bezahlt werden.

Allein der Y-Bau kostet 3,3 Millionen Euro. Sie streckte das Land vor. Die Universität stottert sie in den nächsten Jahren ab. Nicht nur diese Finanzierung, auch die schnelle und gemeinsame Planung von Universität und Bauamt gilt als eine Grundlage für den diesjährigen Elite-Erfolg. Die Gutachter hatten im Sommer schon unter den Baukränen getagt. Arnfried Leifert sagte beim Richtfest: "Was nach Stricken mit heißer Nadel klingt, war in Wirklichkeit das reibungslose Zusammenspiel aller Beteiligten." Dazu gehörten auch die Behörden der Stadt. Statt vieler Jahre sei diesmal in wenigen Monaten geplant, finanziert und gebaut worden, freuten sich alle.

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