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Konstanz (fvb) Nach mehrfachen Störungen des Gottesdienstes in der katholischen Kirche St. Gebhard hat Pfarrer Andreas Rudiger die Gläubigen zur Wachsamkeit aufgerufen. Künftig solle bereits nach der ersten vergeblichen Aufforderung an einen Störer die Polizei gerufen werden, schreibt Rudiger in der neuen Ausgabe des "Petershauser Kirchenkompass".

Anlass für die neuen Regeln sei der letzte und graviererndste von insgesamt vier Störungen, sagte Rudiger. Im September hatte sich ein Mann während des Gottesdienstes auf den Altar gesetzt, das Mikrofon benutzt und gestört. Erst mehrere Männer aus den Reihen der Gläubigen hatten ihn schließlich wegdrängen können. Rudiger sagte, vor allem die kleinen Ministranten seien verschreckt, die Situation unklar und nicht einzuschätzen gewesen.

"Störungen im Gottesdienst sind ein schwerwiegender Frevel gegenüber Gott und den religiösen Gefühlen der Gläubigen", schreibt Rudiger im Kirchenkompass. "Zwar schließen wir Christen auch diese störenden Menschen immer in unser Gebet mit ein", doch seien die neuen Maßnahmen zum Schutz der Ministranten und Kirchenbesucher nötig.

Die Polizeidirektion hat dem Pfarrer unterdessen geraten, im Notfall mit dem Anruf beim Revier nicht zu zögern. Es handelt sich aber bei der gravierenden Störung in St. Gebhard aus Sicht der Polizei bislang um einen Einzelfall. Gegen den Störer sei Anzeige erstattet worden. Ähnliche Vorkommnisse im Kreis seien nicht bekannt, hieß es bei der Polizeidirektion. In Berlin und Mainz hatten Gottesdienst-Störer für Schlagzeilen gesorgt.

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