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Konstanz Gewalt hat viele Gesichter

18.06.2009
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Wenn das Leben doch so einfach wäre. Jugendliche laufen Amok, und die Schuldigen sind umgehend ausgemacht: die Medien natürlich, in erster Linie brutale Computerspiele; vom Gangsta-Rap mit seinen frauenfeindlichen Videoclips ganz zu schweigen. Deshalb reagiert die Gesellschaft auf schockierende Ereignisse immer wieder mit den gleichen Reflexen: Killerspiele wie „Counterstrike“ verbieten lassen, Waffengesetze verschärfen, das TV-Programm entschärfen. Diese Reaktionen sind menschlich und verständlich. Aber wenn sich der Pulverdampf verzogen hat, stellt man regelmäßig fest: Geändert hat sich eigentlich nichts. Das wäre auch gar nicht möglich, denn die Wurzeln für jugendliche Gewalt liegen viel tiefer. Die Medien mögen ein Spiegel der Gesellschaft sein, doch sie verzerren die reflektierte Realität. Wer wie der Kriminologe Christian Pfeiffer den Irrglauben verbreitet, gesellschaftliche Krankheitssymptome aller Art würden sich auf einen Schlag kurieren lassen, wenn man die unterschiedlichsten Medien einer gründlichen Säuberung unterziehe und außerdem sämtliche Bildschirmgeräte aus den Kinder- und Jugendzimmern verbanne, der reduziert einen überaus komplexen Sachverhalt auf grob fahrlässige Weise.


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Konstanz
Bildungsniveau
Und mal wieder das Bildungsniveau ...

Klar gibt es da Zusammenhänge, aber woran ...
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