„Das Tief Aurelia hat uns zu schaffen gemacht“, schmunzelt Roland Romer, Pressesprecher des Musikvereins Dingelsdorf. Der Regen sorgte beim dreitägigen Herbstfest des Musikvereins Dingelsdorf für Umsatzeinbußen. „Aber trotzdem: Für das schlechte Wetter lief es besser als erwartet. Die Besucher nutzten jeden Schirm, jedes Vordach und rutschten einfach etwas näher zusammen“, sagt Romer.
Insgesamt ist der ausrichtende Musikverein zufrieden. Die Dingelsdorfer Stammkundschaft hielt trotz Regens die Treue, und viele Touristen genossen die Gaumenfreuden und das musikalische Programm. „Einige Schweizer waren auch da“, diese Tatsache erstaunte Roland Romer etwas. Dafür freute er sich riesig über ein Kompliment: „Ein Schweizer lobte unseren Wein – übrigens alles Bodenseeweine.“
Roland Romer revidiert zumindest teilweise sein vorschnelles Urteil über das Tief Aurelia, denn er gibt unumwunden zu, dass der Name Herbstfest nicht passen würde. „Wir brauchen einen anderen Namen, denn wer feiert schon im August ein Herbstfest? Mitten im Hochsommer stellen wir schon unsere Plakate auf“, so Romer, dessen Blick sich schon in die Zukunft richtet. Nächstes Jahr feiert der Musikverein sein 125-jähriges Bestehen und neben der Namensänderung sind auch weitere Veränderungen für das Dingelsdorfer Herbstfest in Planung. „Wir wollen mal wieder etwas anderes bieten“, stellt Alois Martin, Vorsitzender des Musikvereins, fest. So soll es Änderungen im Speisenangebot geben. Inspiriert von der letztjährigen Tabor-Reise sollen im kommenden Jahr zumindest böhmische Spezialitäten geboten werden, wenn sich das Ganze nicht gar zu einem böhmischen Abend entwickelt. Darüber hinaus wird im Jahr 2013 viel gefeiert. Im Januar steht das Neujahrskonzert an, im Frühjahr ein Jugenddoppelkonzert, im Juni gibt es ein Jubiläums-Festwochenende und im August wieder ein Herbst- oder noch besser ein Hochsommerfest.
