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Konstanz Geldautomat will wissen: „Wohnen Sie in Rumänien?“

08.09.2009
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Die Volksbank Konstanz hat eine peinliche Panne an einem Geldwechsel-Automaten im Lago eingeräumt und bedauert. Das Gerät konfrontierte Kunden über Tage mit der Frage, ob sie in Rumänien wohnen. Sowohl ein absichtsvolles Vorgehen als auch einen externen Angriff von Computer-Hackern schloss die Bank vehement aus.

Konstanz – Die Kunden im Lago schüttelten den Kopf, lachten amüsiert oder reagierten empört. Als sie Schweizer Franken-Scheine an dem Automaten im Erdgeschoss des direkt an der Grenze gelegenen Einkaufszentrums wechseln wollten, wurden sie mindestens seit Samstag und noch bis Montag um die Mittagszeit wörtlich gefragt: „Wohnen Sie in Rumänien?“ Mehrere Augenzeugen und ein Versuch der Redaktion bestätigten die merkwürdige Praxis an dem Automaten. Dieser dient nur zum Umtausch von Währungen und nicht zur Auszahlung vom Girokonto.

Die Volksbank bestätigte, dass der Automat am Montagnachmittag vom Netz genommen und überprüft wurde. Vorstand Roger Winter schloss gegenüber dem SÜDKURIER kategorisch aus, dass das Kreditinstitut die Frage bewusst in die Benutzerführung eingebaut habe. Versuche zeigen, dass auch Kunden, die die indiskrete Frage nach der Herkunft Rumänien mit „Ja“ beantwortet haben, ihr Geld vollkommen regulär gewechselt bekamen. Die Abfrage sei aber auf jeden Fall sinnlos, da die Kunden sie ja nach eigenem Gutdünken beantworten könnten. Eine bewusste Abfrage der Nationalität sei in keiner Weise im Interesse der Bank, so Winter weiter: „Jeder Nationalismus ist uns fremd.“ Seit Montag, 16.15 Uhr, sei die Frage getilgt.


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