Auch wenn er die 25 Jahre nicht vollgemacht hat, darf Reinhard Müller auf ein Lebenswerk in St. Gebhard zurückblicken.
85 Messen hat er mit dem Gebhardschor eingeübt, 951 Chorproben geleitet und mit den Sängerinnen und Sängern mehr als 150 Gottesdienste gestaltet. Sein letztes Werk mit dem Gebhardschor war Haydns Theresienmesse für das Patrozinium am Sonntag. Im Anschluss an den Gottesdienst überreichte ihm Pfarrer Andreas Rudiger die Gebhardsmedaille, nachdem der Chor bereits im Vorjahr zum 100-jährigen Bestehen die Palestrina-Medaille der Erzdiözese Freiburg erhalten hatte. Im Namen der Seelsorgeeinheit Konstanz-Petershausen dankte Pfarrer Rudiger dem engagierten Organisten und Chorleiter für dessen 22-jährige Tätigkeit in dem Gotteshaus, in dem Müller vor 62 Jahren seine erste heilige Kommunion empfing. Erste kirchenmusikalische Erfahrungen sammelte er jedoch an der Orgel von St. Suso – heute ebenfalls zur Seelsorgeeinheit zählend. Reinhard Müller habe Maßstäbe gesetzt: musikalisch exakt und leicht, sei sein Tempo Charakter gewesen, brachte Pfarrer Rudiger das Besondere von Reinhard Müller auf den Punkt und versicherte, dass der Glanz des Nachklangs nicht nur die Kirche, sondern auch die Herzen der Menschen erfüllte. Noch einmal wird es eine musikalische Abschiedsfeier – diesmal mit einer Mozart-Messe – geben: Beim Patrozinium in der Bruder-Klaus-Kirche am 18. September um 10 Uhr. (cap)