Konstanz Fünf Wochen gesperrt: Schänzlehalle bekommt einen neuen Boden

Die Sporthalle am Schänzle wird ab Montag für mehrere Wochen gesperrt. Der Boden wird für 100 000 Euro erneuert – ein Sponsor übernimmt die Hälfte der Kosten.

Auf einem komplett neuen Boden können die Handballer der HSG Konstanz in die Saison starten: Der Belag in der Schänzlehalle wird erneuert, rechtzeitig vor dem ersten Heimspiel am 26. August soll die Maßnahme beendet sein. Doch außer den Bundesligahandballern profitieren auch Breitensportler und Schüler vom neuen Boden. Seit der Inbetriebnahme der Halle Ende 2003 ist der Boden in Dauernutzung. "Die Halle ist 350 Tage im Jahr belegt und wird intensiv bespielt", erklärt Frank Schädler, Leiter des städtischen Sportamts. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Sporthallenbodens liege bei etwa 15 bis 20 Jahren. Aber gerade der Handballsport ist eine enorme Belastung für den Hallenboden: nicht unbedingt wegen des Spiels an sich, sondern weil durch das verwendete Harz besonders intensiv gereinigt werden muss.

"Der Boden muss raus, er hat seine Lebensdauer deutlich überschritten", sagt auch Andreas Joas, Pressesprecher der HSG Konstanz. "Wir sind froh, dass die Maßnahme schnell beschlossen wurde. Dass der Umbau in die wichtige Vorbereitungszeit für die neue Saison fällt, ist nicht ideal, aber damit können wir leben." Die HSG trainiert während der Sperrung in der Sporthalle der Geschwister-Scholl-Schule, das Sportamt habe unkompliziert für Ersatz gesorgt, lobt Joas.

Die Maßnahme kostet insgesamt etwa 100 000 Euro. Die Hälfte davon übernimmt der HSG-Sponsor Aesculap. Die Medizintechnikfirma aus Tuttlingen, die zur B. Braun Melsungen AG gehört, unterstützt den Handballverein und auch andere Projekte in Konstanz schon länger. "Aufgrund der Haushaltslage hätten wie die Maßnahme ohne die Unterstützung von Aesculap nicht so schnell umsetzen können", sagt Frank Schädler. Im Gegenzug wird Aesculap künftig mit einem Transparent auf der Scheibe des Technikraums dauerhaft präsent sein. Bislang war fest installierte Werbung in Konstanzer Sporthallen nicht gestattet, eine politische Entscheidung, um unter anderem Schüler nicht permanenter Werbung auszusetzen. Im Haupt- und Finanzausschuss wurde kürzlich eine Änderung der Bestimmungen für Werbung in der Schänzlehalle verabschiedet, die es möglich macht, ausnahmsweise stationäre Werbeflächen anzubringen. Über die konkreten Bedingungen entscheidet das Sportamt. Den unterschiedlichen Vereinen stehen für Spieltage auch weiterhin die sogenannten Rollladensystem für mobile Werbeflächen zur Verfügung.

Der Umbau der Schänzlehalle beginnt am Montag, 17. Juli und soll voraussichtlich nach fünf Wochen beendet sein. Die Planung sieht vor, dass die Halle ab Montag, 21. August, wieder bespielbar ist. Der Boden wird in einem ähnlichen Hellblau wie bisher gehalten sein, die Linien des Handballtorkreises werden künftig deutlicher hervorgehoben. Das sei nicht nur gut für die Spieler, sondern auch für die Zuschauer, findet Andreas Joas von der HSG Konstanz.

Anbau in Planung

Die Schänzlehalle soll perspektivisch mit einem doppelstöckigen Anbau weiterentwickelt werden. Laut Auskunft von Frank Schädler liegen die Kosten einer ersten Vorplanung zufolge bei etwa 5 Millionen Euro. Der TV Konstanz wäre bereit, sich an den Kosten zu beteiligen, der Verein benötigt dringend mehr Platz. Eine Idee ist, eine Glasscheibe zwischen dem zweiten Stock des Anbaus und bestehender Halle einzubauen, so könnte der Raum auch als VIP-Bereich zum Beispiel für Sportevents genutzt werden. (aa)

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