Das Projekt Altissimo stärkt ältere Menschen mit Behinderung. In der Gruppe „Wir-na-und“ singen sie mit Nicht-Behinderten
Wenn die „fröhliche Singgruppe“ loslegt, verwischen die Grenzen. Grenzen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. In dieser Gruppe musizieren alle Teilnehmer gleich fröhlich. Sie singen Schlager, Volkslieder oder andere Stücke, die ihnen gefallen. Helga Noe, die das innovative Projekt „Wir-na-und“ leitet, hat gute Erfahrungen gemacht: „Die fröhliche Singgruppe bietet die ersten vorsichtigen Schritte hin zu einer inklusiven Gesellschaft. Besonders die Menschen mit einer geistigen Behinderung fühlen und verhalten sich gegenüber nicht behinderten Menschen offen und ohne Vorbehalte“, sagt sie. Etwas Nachholbedarf hätten die Menschen ohne Behinderung. „Sie müssen noch ihr Denken und Handeln verändern, denn Inklusion beginnt im Kopf“, sagt Helga Noe.
Die ehrenamtliche Gruppe ist durch das Projekt Altissimo des Caritasverbands entstanden. Es wird von der Baden-Württemberg-Stiftung für drei Jahre gefördert. Das Ziel von Altissimo ist es, die Selbstständigkeit von älteren Menschen mit Behinderung voranzutreiben. Damit auch die Öffentlichkeit erfährt, welche Lieder die Singgruppe einstudiert hat, gibt es zwei Aufführungen. Der erste Termin ist am Samstag, 4. Februar, 15 bis 16 Uhr, im Cafe Entree des Quartierszentrums am Klinikum (Luisenstraße 9). Die zweite öffentliche Aufführung findet am Freitag, 24. Februar, 15 bis 16 Uhr, im St. Marienhaus (Wallgutstraße 11) statt. Die fröhliche Singgruppe ist übrigens offen für alle, die sich gerne ehrenamtlich engagieren. Mehr Informationen dazu im Internet unter www.caritas-konstanz.de