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Konstanz

Fastnachtseröffnung mit vielen Überraschungen

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Die Fasnachtseröffnung in Dingelsdorf ist etwas anders als anderswo. Sie zeichnet sich vor allem auch durch Wortwitz, Situationskomik und Spontaneität aus und wird in gesellig-familiärem Rahmen gefeiert. Die Phantasie der Ala-Bock schlägt in der fünften Jahreszeit regelrecht Purzelbäume.

Mit einem Liebeslied besingen Bernd Renz (links) und Roland Schmiedmeister die Fasnachtstermine der Dingelsdorfer Ala-Bock.
Foto: Scherrer

Die Fasnachtseröffnung in Dingelsdorf ist etwas anders als anderswo. Sie zeichnet sich vor allem auch durch Wortwitz, Situationskomik und Spontaneität aus und wird in gesellig-familiärem Rahmen gefeiert. Die Phantasie der Ala-Bock schlägt in der fünften Jahreszeit regelrecht Purzelbäume.

Die Grippewelle (keine Schweinegrippe) hat in den Reihen der Ala-Bock zugeschlagen und ihren Tribut gefordert. Ala-Bock-Präsident Bernd Renz war vier Wochen lang außer Gefecht gesetzt, aber pünktlich zur Fasnachtseröffnung hatte er es wieder aus dem Bett geschafft und sogar seine Stimme wiedergefunden. Und das war gut so, fand die Narrenschar, wer hätte sonst durch das Programm des närrischen Abends geführt und für Lachtränen gesorgt? Dass gerade die Dingelsdorfer von einer Grippe dahingerafft wurden, erstaunt, handelt es sich bei den Ala-Bock doch um recht widerstandsfähige Vögel. Schließlich ist es Tradition, dass eigens zur Fasnachtseröffnung der Ala-Bock-Brunnen nochmals mit Wasser gefüllt wird, damit der jeweilige Neu-Elfer ein erfrischendes Bad im kalten Nass nehmen kann. Respekt zollten alle Zaungäste Dennis Dietrich, der laut Aussage von Bernd Renz geschlagene „6,34 Minuten im Brunnen geschwommen ist“. Aufgrund dieser Meisterleistung ersparte ihm die närrische Vogelschar Teeren und Federn und er wurde nach 16-jähriger Anwärterschaft ohne eines großen Aufhebens in den Elferrat aufgenommen.

 

Der Narrenhock im Anker gestaltete sich als kurzweilig mit vielen überraschenden Programmpunkten. Seit 78 Jahren ist es bei den Ala-Bock Tradition, dass der Schriftführer die Fasnachtstermine verliest. Roland Schmiedmeister hatte allerdings dieses Mal angekündigt: „Wenn ich das noch einmal machen muss, dann trete ich aus.“ Raffiniert, wie der Präsident ist, fand er eine ideale Lösung des Problems und sang dieses Traktandum gemeinsam mit dem Schriftführer, der später mit einer überaus bewegenden Geschichte alle Gäste von den Stühlen riss. Zahlreiche Sketche sowie der Tanz des Balletts sorgten für viel Abswechslung.

Landvogt ehrt Narren

Auch Landvogt Wolfgang Jentsch stattete den Ala-Bock einen Besuch ab und ehrte mit Linda Polit, Stefanie und Sabrina Renz, Susanne Schreiber, Anne Maria Vocelka, Sarah Thiedmann und Beate Stader im Namen der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee verdiente Närrinnen.

Aurelia Scherrer

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