Mehr als drei Stunden Programm und kaum Längen: Die 18. Ausgabe der Live-Sendung Konstanzer Fasnacht ist am Dienstag kurz vor Mitternacht mit einer neuen Schlusshymne und einem begeisterten Saalpublikum zu Ende gegangen.
Die Verjüngungskur mit inzwischen bühnenerfahrenen Nachwuchs-Akteuren hat der Sendung spürbar gut getan: Ingolf Astor und Raphael Brausch als Jogi Löw und Ex-Ministerpräsident Kurt Beck, die Malkmus-Brüder als fehlgeleitetes Liebespaar, das närrisch rappende Gör Meike Baur und das großartige Gesangsduo mit Barbara Mauch und Marcus Nabholz haben die Zuhörer zu Beifallsstürmen hingerissen.
Auch der Bühneneinsatz von OB Uli Burchardt, Landrat Frank Hämmerle und SWR-4-Programmchefin Carola Oldenkott wurde mit vielen Lachern quittiert, die Grundel-Garde von der Reichenau zeigte sich mit ihrer Tanznummer großartig disponiert. Ein gut vorbereiteter, bisweilen kalauernder und hingebungsvoll Dialekte imitierender Moderator Rainer Vollmer führte durch ein Programm, das Konstanzer Themen aufspießte, aber auch über die Region hinaus seinen Humor entfalten konnte. Das wurde bereits in der Eröffnungsnummer von Lothar Bottlang deutlich, der als Biene von der Mainau die schwierige Aufgabe hatte, innerhalb von Minuten telegene Fröhlichkeit ins dicht besetzte Konzil zu zaubern.
Die Stadt-Streicher mit Michael List nahmen das Philharmonie-Finanzdebakel aufs Korn, Martin Tschaki und Simon Schafheitle enthüllten die derben Seiten Mozarts und Beethovens, Norbert Heizmann und Claudia Zähringer interpretierten die Geierwally-Geschichte neu. Herrlichen Sprachwitz bewies wieder Alfred Heizmann, dessen Alpenschlager-Parodie auch dem öffentlichen-rechtlichen Fernsehen durchaus alefänzig den Spiegel vorhielt.
Am Ende stand der Saal und besang wieder und wieder begeistert die von Barbara Mauch und Michael Kaltenbach beschworene Magie der Konstanzer Fasnacht.
Seit 1997, ausgenommen das Jahr 1999, wird die Konstanzer Fasnacht live aus dem Konzil vom Südwestrundfunk übertragen. Alles dazu finden Sie in unserem SÜDKURIER-Themenpaket.

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