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Konstanz Facebook-Party: Polizei ermittelt Verdächtige

Nur wenige Tage nach der verbotenen Facebook-Party im Hörnle hat die Polizei zwei Verdächtige ermittelt.

Das könnte teuer werden: Die Konstanzer Polizei hat zwei Personen ermittelt, denen sie den Aufruf zur Facebook-Party am vergangenen Samstag vorwirft. Den Verdächtigen drohen Schadenersatzansprüche in Höhe von bis zu 200 000 Euro. Zwischenzeitlich gibt es einen neuen Aufruf zu einer Party.

Auf 150 000 bis 200 000 Euro waren die Kosten für den Polizeieinsatz am Samstag geschätzt worden. Mit einem Großaufgebot hatten Polizei und Stadt auf die im sozialen Internetnetzwerk Facebook angekündigte Party reagiert. Tausende Personen hatten ihr Kommen signalisiert und das Bürgeramt schloss das gesamte Hörnleareal für die Öffentlichkeit. Zu groß waren die Bedenken, dass es zu Auseinandersetzungen sowie Beschädigungen am Freibad kommen könnte. Tatsächlich fanden sich am Samstag rund 100 Feierwütige ein, 31 erhielten einen Platzverweis.

Die Konstanzer Polizeidirektion setzte eine Ermittlungsgruppe aus vier Schutz- und Kriminalbeamten ein, um den Partyaufrufenden auf die Schliche zu kommen. Zwei Wohnungen seien durchsucht worden, erklärte Direktionssprecher Peter Hauke gegenüber dem SÜDKURIER. Computer und Smartphones hätten die Beamten sichergestellt und werteten diese nun aus. Es geht um die Frage, ob die zwei Verdächtigen tatsächlich die Urheber sind. Sollten sie die Veranstaltung angezettelt haben, droht ein Zivilverfahren, in dem Stadt und Polizei Kosten für das Großaufgebot am Samstag zurückfordern können. Verschwindend gering dürfte im Vergleich die Summe sein, die Verursacher für die Ordnungswidrigkeit zu bezahlen hätten, weil sie bei der Partyeinladung eine Störung der Ordnung und Sicherheit in Kauf genommen haben.

Es droht bereits neues Ungemach: Zwischenzeitlich gibt es einen weiteren Aufruf über Facebook. Ein Unbekannter hat für Ende Juli zu einer Party am Hörnle aufgerufen. „Wir beobachten die Situation“, sagt der städtische Pressesprecher Walter Rügert, und: „Wir stimmen uns eng mit der Polizei und der Bädergesellschaft ab.“ Ziel sei, dass es in der Stadt keine Facebook-Party geben soll.

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