Konstanz Experten besichtigen das Konzil

20 Köpfe für das Konziljubiläum: Der wissenschaftliche Beirat zur Landesausstellung soll das Projekt voranbringen.

Inspektion eines historischen Gebäudes: Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats zur Landesausstellung besichtigten gestern die geplante Ausstellungsstätte, das Konzil. Ab April 2014 soll hier die Geschichte des Konzils reflektiert werden.
Inspektion eines historischen Gebäudes: Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats zur Landesausstellung besichtigten gestern die geplante Ausstellungsstätte, das Konzil. Ab April 2014 soll hier die Geschichte des Konzils reflektiert werden. | Bild: Bild: Hanser

Die Planungen für das Konziljubiläum sind gestern ein Stück weiter fortgeschritten. Der wissenschaftliche Beirat für die Landesausstellung tagte zum ersten Mal gemeinsam in Konstanz. Rund 30 Experten aus Museen, Wissenschaft und Archiven sitzen in dem Beirat und sollen die Inhalte der Landesausstellung erarbeiten. Die etwa 3,7 Millionen Euro teure Ausstellung soll von April bis September 2014 die Konzilgeschichte reflektieren und unter anderem Konstanz als Schmelztiegel der Ideen und Kulturen des Abendlandes um 1400 zeigen. Die Planung hierzu liegt federführend beim Badischen Landesmuseum in Karlsruhe. Die Besetzung des neuen wissenschaftlichen Beirats ging weitgehend auf Harald Siebenmorgen, den Direktor des Badischen Landesmuseums, zurück. Entsprechend wird die Aufwandsentschädigung für die Mitglieder auch aus dem Budget der Ausstellung bestritten.

Aufgabe dieses Beirats wird es nun sein, die geplanten Inhalte der Landesausstellung mit Leben zu füllen. Die Gestaltung der Schau obliegt dann wieder dem Badischen Landesmuseum und dessen Experten. Auch Ruth Bader, Geschäftsführerin der Konzilstadt Konstanz, dem städtischen Organisationskommittees für das Jubiläum, sitzt in dem wissenschaftlichen Beirat. Künftig werde der Beirat in Kleingruppen von zwei bis acht Leuten einzelne Themenfelder und Aspekte des Konzils bearbeiten, sagte Bader. Der gesamte Beirat werde maximal einmal im Jahr gemeinsam tagen, bleibe aber stets miteinander in Kontakt, so Bader weiter.

Teilnehmer des Beirats sind allesamt ausgewiesene Experten. Zum Beispiel Jan Kalivoda, Vorsitzender der Prager Hus-Gesellschaft und Professor an der Karlsuniversität Prag, der Richental-Experte Thomas M. Buck aus Freiburg oder der Mittelalter-Experte Stefan Weinfurter von der Universität Heidelberg. Besonders Weinfurter dürfte auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt sein: Der Professor für Mittelalterliche Geschichte hat den Fernsehsender ZDF für die Reihe „Die Deutschen“ beraten und trat in der Sendung immer wieder auf. Daneben sind auch die Kenner aus der Region beteiligt wie Gabriela Signori und Dorothea Weltecke von der Universität Konstanz oder Tobias Engelsing von den Städtischen Museen und Jörg Heiligmann vom hiesigen Archäologischen Landesmuseum.

Bei der gestrigen ersten Sitzung ging es zunächst darum, sich kennenzulernen, den Ausstellungsort Konzil zu besichtigen und eine erste Diskussion über die geplanten Inhalte zu führen. Mit anderen Worten: Die Atmosphäre stand im Vordergrund, um den Boden zu bereiten für die künftige Zusammenarbeit. Da war es sicher nicht schlecht, dass die Gastgeber zum Mittagessen unter anderem Bodensee-Felchen servierten. Irgendwie muss man die Gäste ja hungrig auf die Region machen.

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