Mein
12.08.2004  |  0 Kommentare

Konstanz Erntereife Früchte der Forschung

Konstanz - 

Die römische Göttin Ceres stand Pate für das Unternehmen Ceresana von Oliver Kutsch, das sich auf Technologiemanagement spezialisiert hat. Bild: König



kn_iko_technologie1_GJDUJQOK.1.jpg

Konstanz (iko) Die Geschäftsidee scheint simpel: An Instituten der Hochschulen wird geforscht, doch viele Ergebnisse werden nicht bis zur Marktreife weiterentwickelt. Das junge Konstanzer Unternehmen Ceresana von Oliver Kutsch (33) und seinen drei Partnern öffnet diese Schubladen und ermittelt die Marktreife einer Idee. Ihre kaufmännischen und technischen Kenntnisse erleichterten ihnen die Einschätzung, ob ein Forschungsergebnis auch Chancen auf dem Markt haben könnte: Technologietransfer, Marktstudien und Managementberatung sind die Gebiete, die das im Technologiezentrum angesiedelte Unternehmen anbietet.

Über ihr Netzwerk "tasten" die Mitarbeiter von Ceresana Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Institute in Deutschland, Österreich und der Schweiz nach neuen Ergebnissen ab und ermitteln die Möglichkeiten, diese Ideen zu vermarkten. In etlichen Fällen gelang diese Zusammenarbeit bereits. Die Institute überlassen dem Konstanzer Unternehmen die Lizenzerlöse, Vertriebsgewinne oder Patentrechte. "Sie sind eher an Publikationen interessiert", erklärt Oliver Kutsch die Gewichtung der Wissenschaftler. Erfolgreiche Beispiele aus der Vergangenheit sind die Gewinnung von Vitamin E aus Rapsöl und Waschmittel ohne Schwermetalle. Beiden Produkten hat Ceresana geholfen, in den Regalen zu landen.

Die eingetragene Personengesellschaft kann nur bei kleineren Projekten selbst die Finanzierung übernehmen. Üblicherweise helfen die Mitarbeiter dabei, Fördermöglichkeiten ausfindig zu machen oder Risikokapital von Adventur Capital-Gesellschaften aufzutun.

Oliver Kutsch und seine Partner spüren Rückenwind für ihr Unternehmen, seit für die Wissenschaftler andere Geldquellen versiegen und ihre Institute gleichzeitig weniger am Erfolg einer Vermarktung partizipieren dürfen. Die Schubladen würden leichter geöffnet.

Interessant sei für die Wissenschaftler auch die Zusammenarbeit mit Ceresana, so der diplomierte Kaufmann und gebürtige Konstanzer Oliver Kutsch, weil über sein Unternehmen Kontakte zu anderen Instituten oder Lehrstühlen geknüpft werden könnten. Ceresana könne die Grenzen der Fachgebiete überwinden und Teilbereiche zusammenbringen.

Der erste Namensteil des 2002 gegründeten Unternehmens deutet auf Absichten und Vision der Nachhaltigkeit hin: Namenspatronin ist die römische Göttin Ceres, die für Naturprodukte steht. Ceresana hat sich die Bereiche Spezialchemie, Biotechnologie, Lebensmittel und Kosmetik ausgewählt.

Korrektur-Hinweis Korrektur-Hinweis melden Korrektur-Hinweis
Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
 Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln

Jetzt Newsletter anfordern:
© SÜDKURIER GmbH 2014