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Konstanz Entsetzen nach dem Abbrennen des Kinderhauses

12.06.2010
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Eltern und Mitarbeiter des Kinderhauses Edith Stein sind erschüttert: Das erst 15 Jahre alte Gebäude ist vollständig abgebrannt. Die 122 Kinder kommen vorübergehend im Kinderkulturzentrum unter.

Konstanz – Fassungslos steht Clemens Braun vor der Ruine des Kinderhauses Edith Stein in der Gustav-Schwab-Straße. Auf dem Arm hält er seinen dreijährigen Sohn Leo, der hier bislang in den Kindergarten gegangen ist. Clemens Braun schaut auf den aufsteigenden Rauch und sagt: „Ich bin geschockt. Das war eine der schönsten Kindereinrichtungen in Konstanz.“

Das Kinderhaus Edith Stein ist in der Nacht auf Freitag vollständig abgebrannt, nur ein einsturzgefährdetes Gerippe aus Stahl steht noch. Die Polizei schätzt den Schaden auf drei bis vier Millionen Euro. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist noch unklar. Laut Polizeipressesprecher Fritz Bezikofer können die Ermittler aus Sicherheitsgründen frühestens am Montag mit der Untersuchung beginnen. Bislang gebe es keine Hinweise auf Brandstiftung, auch wenn „das Gebäude sehr schnell sehr stark gebrannt hat“. In den vergangenen Tagen habe es in Konstanz immer wieder Mülleimerbrände gegeben. „Ob das mit dem Kinderhaus zu tun hat, ist aber reine Spekulation“, so Bezikofer.

Die Freiwillige Feuerwehr Konstanz wurde um 3.30 Uhr alarmiert, doch zu dieser Zeit stand das Gebäude bereits voll in Flammen. Am Freitagmorgen sagte Andreas Knäble, Einsatzleiter der Nachlöscharbeiten: „Normalerweise hinterlassen wir keine Ruine, wir sind schnell und gut. Aber hier konnten wir nicht mehr tun.“ Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz. Gefahr bestand auch für ein benachbartes Wohnhaus, das die Feuerwehrleute vor einem Übergriff der Flammen geschützt haben.




Vorsichtshalber hat die Polizei das Gebäude in der Nacht geräumt. In der Dämmerung wurde dann die Bedrohung sichtbar: Die Flammen haben zerborstene Fensterscheiben und Verfärbungen an Jalousien und Fensterrahmen hinterlassen.

Zweite Heimat abgebrannt

Der kleine Leo versteht das Ausmaß der Katastrophe noch nicht, aber seine Mutter weint. Sie hat mit anderen Eltern und Erziehern viel Zeit und Herzblut in das Kinderhaus gesteckt. Gerade war der Garten in einer großen Gemeinschaftsaktion fertig gestaltet. Und auch das etwa 15 Jahre alte Gebäude war vor kurzem für über eine Million Euro saniert worden. Kinderhausleiter Thomas Kannenberg weiß gar nicht, was er sagen soll. „Für viele ist hier eine zweite Heimat abgebrannt“, sagt er. Ihm ist es aber ein Trost, dass er in diesen schwierigen Stunden große Solidarität erfährt. Plötzlich steht ein Postbote zwischen all den Hilfskräften und überreicht Thomas Kannenberg einen Stapel Briefe. „Das ist das erste Zeichen, dass es irgendwie weitergeht“, sagt der Kinderhausleiter und lächelt gequält.

Und es geht weiter. Bereits gestern Mittag haben Bürgermeister Claus Boldt, Sozial- und Jugendamtsleiter Jürgen Treude, Dieter Gräble als Geschäftsführer der katholischen Gesamtkirchengemeinde und Thomas Kannenberg eine Lösung gefunden: Die 122 Kinder im Alter zwischen zwei und zehn Jahren kommen vorübergehend im Kinderkulturzentrum (Kikuz) unter. Ab kommendem Montag wird dort eine Notgruppe betreut. Ab Dienstag ist das Gebäude von 7 bis 17 Uhr für alle betroffenen Kinder geöffnet. Wer helfen möchte, kann Geld unter dem Stichwort „Wiederaufbau Kinderhaus“ auf das Spendenkonto mit der Nummer 227 00 00 07, Bankleitzahl 692 910 00, Volksbank Konstanz, überweisen.

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Der Hauptzweck von einem Brandmelder ist doch wohl, dass die Personen die sich im Gebäude ...
Wichtigtuerei
Von unbekannt
Woher wollen denn Leute wie Gottseidank schon wieder wissen, dass der Kiga keinen Brandmelder hatte?
...
Von unbekannt
und in der Steinstrasse wurde zeitgleich versucht einen in der Tiefgarage parkenden PKW in Brand ...
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