KonstanzEltern wollen kleines Gymnasium [1]
Bei einer Sitzung des Gesamtelternbeirats haben die Vertreter sich klar für kleine Schulen ausgesprochen. Sie halten auch ein zweizügiges Gymnasium für attraktiv. Geärgert haben die Eltern sich über die Theodor-Heuss-Realschule. Sie bewege sich in der Debatte um einen neuen Schulstandort nicht auf die benachbarte Gebhardschule zu.
Spatenstich an der Geschwister-Scholl-Schule: Sie erhält vier neue Räume. Über die Erweiterung des Humboldt-Gymnasiums wird am Montag, 30. November, 15 Uhr, Kulturzentrum, in einer Sondersitzung abgestimmt.
Konstanz – Die Eltern gaben ihren Vertretern im Schulausschuss am Ende der Sitzung ein klares Votum mit: Die große Mehrheit spricht sich für ein fünftes Gymnasium aus, auch wenn es nur zweizügig sein kann. Vertreter der Grundschulen und der Gymnasien sagten eindeutig: „Wir wollen keine riesigen Schulen für unsere Kinder.“ Reinhard Stifel als Geschäftsführender Schulleiter der Konstanzer Gymnasien wiederholte nochmals die Position der Rektoren: „Wir halten ein zweizügiges Gymnasium nicht für lebensfähig. Die Eltern werden das kleine Angebot nicht akzeptieren.“ Geärgert haben die Elternvertreter sich über die Theodor-Heuss-Realschule. Sie bewege sich nicht von ihrem Standpunkt weg und erschwere so die Gespräche mit der Gebhardschule, hieß es. Die beiden Schulen am Zähringerplatz müssen sich einigen, welche Klassen an den neuen Schulstandort an der Pestalozzistraße ausgelagert werden sollen. Die Realschule besteht darauf, dass sie nicht geteilt werden will. Auch der Gebhardschule wäre eine ungeteilte Schule lieber. Doch Gebhard-Elternvertreterin Petra Rietzler sagte: „Wir könnten mit Bauchschmerzen mit einer Dependance-Lösung leben. Wir wollen aber nicht, dass Grundschule und neue Werkrealschule getrennt werden. Die behinderten Kinder müssten sich nach vier Jahren an neue Gruppen und Räume gewöhnen. Damit geht unser Integrationskonzept kaputt.“ Ein Vertreter der Realschule war nicht anwesend. Auf Nachfrage sagte deren Leiter Frank Raddatz: „Wir haben nun mal in der Lehrerkonferenz beschlossen, dass wir nicht geteilt werden wollen. “ Elke Großkreutz, Leiterin der Gebhardschule, meint: „Wir haben eine gemeinsame Verantwortung und müssen den Schülern vorleben, dass wir mit Konflikten umgehen können.“
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Wurden die Eltern aller Schüler überhaupt gefragt? Nein! Elternvertreter sollten die Meinung der Elternschaft erst eruieren und dann vertreten, nicht über alle Köpfe hinweg allen anderen ihre eigene Meinung aufdrücken und behaupten, im Namen einer angeblichen Mehrheit zu sprechen!
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