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Konstanz/Kreuzlingen Elite zieht in die Seeburg ein

Hervorragende Forscher der Universität Konstanz bekommen eine neue Heimat in bester Kreuzlinger Lage.

Ein Paradies für die besten Geisteswissenschaftler, die zur Integration forschen: In die Seeburg in Kreuzlingen kehrt neues Leben ein. Sekretärin Ana Mujan und Ajat Najafi, Regisseur und Stipendiat, sind schon da.
Ein Paradies für die besten Geisteswissenschaftler, die zur Integration forschen: In die Seeburg in Kreuzlingen kehrt neues Leben ein. Sekretärin Ana Mujan und Ajat Najafi, Regisseur und Stipendiat, sind schon da. | Bild: Hanser

Konstanz/Kreuzlingen – Das Motto des Wissenschaftsjahrs wird am Donnerstag mit Sicherheit zur Sprache kommen, wenn in der Seeburg Einzug gefeiert wird. „Grenzenlos denken“ sollen nicht nur die besten Forscher, die am Thema Integration arbeiten. Das ganze Projekt des Exzellenzclusters mit Deutsch-Schweizer Heimat wird als Beweis für die zusammenwachsende Bildungsregion Bodensee angeführt werden.

Ein Aufbruch zu neuen Ufern vollzieht sich in diesen Tagen tatsächlich im idyllischen Kreuzlinger Park direkt am See. Wo vor dem Bezug ihres Neubaus die pädagogische Hochschule Thurgau ihre Heimat hatte, können jetzt ausgewählte Wissenschaftler aus aller Welt ihren lange aufgeschobenen, wichtigen Projekten nachgehen. Ähnlich wie in der Bischofsvilla am Konstanzer Seerhein entsteht ein Gelehrtenhaus. In aller Ruhe sollen wichtige Bücher entstehen, die den Ruhm nicht nur ihrer Autoren, sondern auch der Universität Konstanz und des Bildungsstandorts Bodensee mehren.

In der Seeburg herrschen für die Gäste, die bis zu einem Jahr bleiben können, fast paradiesische Arbeitsbedingungen. Ein eigener Bücher-Transfer in die Universitätsbibliothek am Gießberg ist eingerichtet. Die Räume sind gut eingerichtet, der Blick kann weit über den Bodensee schweifen. Als Sahnehäubchen können die Forscher auf einen der wichtigsten wissenschaftlichen Nachlässe der vergangenen Jahrzehnte zurückgreifen. Die Universität bestätigte, dass in der Seeburg sowie in der Bischofsvilla wesentliche Teile der Nachlassbibliothek des Anglisten und Literaturwissenschaftlers Wolfgang Iser zugänglich gemacht werden. Iser, der 2007 starb, hinterließ rund 4500 Bände, die jetzt in den Bestand der Universitätsbibliothek eingereiht wurden. Die wissenschaftsgeschichtlich höchst interessanten handschriftlichen Notizen Isers werden derzeit im Deutschen Literaturarchiv in Marbach aufgearbeitet.

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