Schuldzuweisungen und Missbrauchsvorwürfe haben die Gedenkfeier zu den Judenpogromen am 9. November 1938 überschattet.
Auf dem jüdischen Friedhof attackierte Peter Stiefel, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde, erneut den Dachverband IRG und die Landesregierung. Minia Joneck, Vorsitzende der anderen Gemeinde, und Schirmherr Pfarrer Holger Müller zeigten sich empört.
Auslöser des Streit war die Rede von Peter Stiefel und die nachfolgende öffentliche Kritik Holger Müllers. Der Pfarrer hatte Stiefel vorgeworfen, das Gedenken an die Pogrom-Opfer für persönliche Streitigkeiten zu missbrauchen.
So hatte Stiefel den Dachverband heftig kritisiert und zugleich für ein umstrittenes Projekt der Familie Nissenbaum geworben, die die Kultusgemeinde derzeit aus Privatmitteln finanziert.

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