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Konstanz Eisläufer sollten in Ufernähe bleiben

10.02.2012


Die Wasserschutzpolizei warnt weiter vor gefährlichen Stellen auf dem zugefrorenen Gnadensee.

– Das Eis bleibt tückisch. Der Gnadensee ist durch den Dauerfrost weitgehend zugefroren, doch die Gefahren lassen sich nach dem Schneefall der vergangenen Tage schwer einschätzen. „Man sieht nicht, wo das Eis nur einen Zentimeter dick ist“, sagt Arnold Jordan von der Wasserschutzpolizei Reichenau.

Das Eis wird nicht offiziell freigegeben, aber Hunderte haben sich schon im Laufe der Woche beim Schlittschuhlaufen vergnügt. Es seien mehrere Eisläufer in knietiefem Wasser eingebrochen, berichtet die Polizeidirektion Konstanz. Es sei aber niemand ernsthaft verletzt worden. Vor allem im Bereich des Bruckgrabens beim Damm zur Reichenau gebe es einige brüchige Stellen. Dort waren schon am Montag zwei Männer ins Eis eingebrochen. Sie wurden mit Unterkühlungen ins Krankenhaus gebracht. Die Wasserschutzpolizei hat die gefährlichen Stellen am Bruckgraben mittlerweile abgesperrt.

Die Polizei warnt weiter vor nicht tragfähigen Stellen. „Dem Eis traue ich dieses Jahr nicht“, sagt Arnold Jordan. Er und seine Kollegen raten dazu, in Ufernähe zu bleiben und den See auf keinen Fall zu überqueren. In Uferbereichen in Konstanz hat sich mittlerweile ebenfalls eine Eisschicht gebildet. Sie sei aber nicht tragfähig, berichtet er.

Die Rettungsdienste haben sich auf Notfälle am Wochenende eingestellt. So wird die DLRG (Deutsche Lebensrettung-Gesellschaft) an zentralen Punkten in Bereitschaft sein. Die Eisfläche werde aber weiterhin nicht offiziell überwacht, sagte Heiner Fritze vom DLRG-Bezirk Bodensee-Konstanz. Er erinnert an die Eisregeln, an die sich Eisläufer jederzeit halten sollten. „Es ist Rücksicht gefordert gegenüber anderen, insbesondere Jüngeren und Älteren.“ Es solle jegliches Risiko vermieden werden. Zudem sei es ratsam, die eigenen Kräfte nicht zu überschätzen, bei den derzeitigen Temperaturen drohe jederzeit eine Auskühlung. Sein Rat: „Ausflüge quer über die gesamte Eisfläche, an tiefen Stellen oder neuem Eis bitte unterlassen.“ Es sei besser, im Bereich des Ufers zu bleiben, auch wenn dort mehr Betrieb herrsche. Zudem bittet er darum, keine „Späße“ mit mutwilligen Hilferufen zu treiben.

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