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Konstanz Einwanderer streben nach Bildung

09.01.2012
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Konstanz ist auch Einwanderer-Stadt. Gut ein Drittel der Einwohner hat Wurzeln im Ausland.

In Konstanz steigt die Zahl der Einwohner mit und ohne Wurzeln im Ausland. Das geht aus dem Bericht der Stadt zu den Kennzahlen Migration hervor. Aktuell haben rund 22 900 von insgesamt 79 400 Bürger eine Zuwanderergeschichte. Unter den Kindern und Jugendlichen ist der Anteil der Migranten besonders hoch. 40 Prozent sind entweder im Ausland geboren oder haben mindestens einen Elternteil, der zu den Einwanderern gehört.

Die meisten der Menschen mit Migrationshintergrund haben dennoch einen deutschen Pass. Nur rund 9700 Einwanderer (42 Prozent) haben eine andere als die deutsche Staatsbürgerschaft. Ein Großteil dieser Einwanderer kommt aus Ländern der Europäischen Union. Die Einbürgerung ist in diesem Personenkreis mit keinen existenziellen Fragen verknüpft. Zu den stark vertretenen Ländern außerhalb der EU gehören Asien mit 2626 Bürgern und die Staaten der früheren UdSSR mit 2316 Menschen. Aus der Türkei sind 2086 Bürger eingewandert, aus der Schweiz und Liechtenstein 2199 Bürger. Tendenziell sinkt die Zuwanderung aus Südeuropa (Italien, Griechenland, Portugal) und steigt die aus Asien und den Staaten der früheren Sowjetunion. Teilweise hänge dies mit wissenschaftlichen Austauschprogrammen der Hochschulen zusammen, heißt es im Zahlenwerk zur Integration der Stadt.

Migranten bemühen sich verstärkt um einen höheren Bildungsabschluss. 48 Prozent der Fünftklässler mit Migrationshintergrund besuchen ein Gymnasium. Allerdings ist fast die Hälfte der etwa 3000 Migranten, die einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgehen, geringfügig beschäftigt. Bei den Deutschen liegt der Anteil bei 38 Prozent. Stark vertreten sind Ausländer bei der Anmeldung eines Gewerbes. Im Vergleich zu anderen Städten hat Konstanz einen eher geringen Anteil an Ausländern ohne deutschen Pass (zwölf Prozent). Die Rate der Zuwanderer (Migranten mit und ohne deutschem Pass) liegt bei 29 Prozent. In Singen liegen der Ausländeranteil etwa bei 17 und der Anteil der Migranten bei 45 Prozent.

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