Die besten Forscher, sagt Annika Zuschlag, sind manchmal die Kinder. Verblüffende Fragen hört die 26-Jährige, wenn sie mal wieder an einer Aktion "Physik für Kinder" an der Uni mitmacht. Warum die Erde denn ein Magnetfeld hat zum Beispiel - und in der jungen Physikerin wird sofort der Forschertrieb wach. "Man nimmt", sagt sie, "die Neugier der Kinder selbst mit ins Labor." Wobei sie selbst dort eigentlich genug zu tun hat: Im Sommer hat die Physikerin mit ihrer Doktorarbeit an der Universität Konstanz angefangen. Und stellt fest, dass jede beantwortete Frage drei neue, noch offene, nach sich zieht.
Doch Physik ist nicht nur eine Sache für Uni und Schulen, ist sie überzeugt. Weil sie das so überzeugend darlegen kann und sich selbst auch dafür engagiert, die Begeisterung für ihr Fach weiterzutragen, ist ihr eine Aufgabe fast zugewachsen, die anspruchsvoller kaum sein könnte: Am 28. Februar wird sie beim Finale im Wettbewerb "Stadt der Wissenschaft" die Konstanzer Präsentation moderieren und soll dafür sorgen, dass Oberbürgermeister Horst Frank, Uni-Rektor Gerhart von Graevenitz und Siemens-Chef Stefan Keh ein überzeugendes Bild von einer wissbegierigen Stadt abgeben, in der sich die Menschen das Lernen und Forschen zur Herzensangelegenheit gemacht haben. "Ja, ein bisschen aufgeregt bin ich schon", gibt sie zu - und wird gleich wieder ganz gelassen und berichtet von Vorgesprächen und zielgerichteter Recherche.
