Konstanz Ein kluger Kopf mit Tüftlerfreude
Bild: Würth/ Andi Schmid
Eigentlich wollte Philipp Schimmelfennig überhaupt nicht am Wettbewerb „Schüler experimentieren“ teilnehmen. Und jetzt ist er Landessieger in der Juniorensparte von „Jugend forscht“. „Mein Lehrer hat mir das angedreht“, sagt Philipp und lacht. Der 13-Jährige hatte sich sowieso schon mit einem Projekt befasst. Ein ganzes Jahr lang hat er daran getüftelt, wie er mit einer Fernbedienung für die Wii-Spielkonsole einen Computer bedienen kann. Philipp hat es geschafft: „Ich kann damit die Maus bewegen, eine Tastatur mit einer Funktion belegen oder Ordner öffnen“, sagt er stolz. Damit hat er auch die Jury überzeugt und wurde Regionalsieger in seinem Fachgebiet Mathematik/Informatik. Mit dem Preisgeld von 75 Euro hat er neues Zubehör gekauft, das Programm weiterentwickelt und den Landessieg erhalten.
Philipp hat den Ausflug nach Künzelsau in die Welt der Wissenschaft genossen. Der Achtklässler hat sich dort sogar mit seinem stärksten Konkurrenten angefreundet. „Ich fand sein Projekt richtig gut“, sagt Philipp. Sein neuer Freund Felix hat ein Satellitensystem für Förster entwickelt und dafür den interdisziplinären Landessieg erreicht. Die Schüler haben ziemlich gute Ideen. Auch Philipp ist stolz auf seine Leistung. Trotzdem will er das T-Shirt mit der Aufschrift „Hochbegabt“ nicht anziehen, das alle Teilnehmer bekommen haben. „Das in der Schule zu tragen, wäre ein bisschen blöd“, sagt er. „Ich sehe mich auch nicht als hochbegabt an, sondern als ganz normalen Schüler.
“ Dieser ganz normale Schüler hat neben dem Unterricht noch Zeit fürs Programmieren, für Tennis und Tischtennis im Verein und auch den Querflötenunterricht an der Musikschule. „Die Zeit ist manchmal knapp, aber das kriege ich schon hin“, sagt Philipp. Dann setzt er sich an den Laptop und lässt sich vom Computer noch Französisch-Vokabeln abfragen. Das Programm hat er selbst erstellt.
Jugend forscht in Konstanz