Pfarrer Andreas Rudiger, der in den drei Pfarreien St. Gebhard, Bruder Klaus und St. Suso arbeitet und die Seelsorgeeinheit Konstanz-Petershausen leitet, wartete zu Beginn des neuen Jahres mit einer neuen Idee auf. Statt die ehrenamtlich Engagierten mit einem Weihnachtspräsent zu bedenken, sprach er mit einem Mitarbeiterfest ein Dankeschön aus.
Konstanz - Der Dankesabend fand große Resonanz und wurde in legerer Atmosphäre im Stephanshaus gefeiert. Liebevoll waren die Tische für die rund 260 haupt- und ehrenamtlich Engagierten geschmückt und das Essen war mit Sorgfalt von den Gemeindemitgliedern zubereitet worden.
Nachdem Pfarrer Andreas Rudiger die Gästeschar begrüßt hatte, eröffnete Flötistin Bettina Haugg musikalisch den unterhaltsamen Abend, der zum Ziel hat, die drei seit letztem Jahr zu einer Seelsorgeeinheit vereinten Pfarreien zusammenzuführen. "Das Fest soll dazu beitragen, das Miteinander der Pfarreien zu fördern", so Rudiger, wobei das gegenseitige Kennenlernen ebenso im Vordergrund stand, wie des Pfarrers Dank an die insgesamt rund 400 ehrenamtlich Engagierten, von denen weit über die Hälfte erschienen war.
"Der gemeinsame Ausschuss ist genauso jung wie die Seelsorgeeinheit und eine direkte Folge des Zusammenschlusses unserer drei Pfarrgemeinden", so Irene Walter, Vorsitzende des Ausschusses. Die Vertreter der Pfarrgemeinderäte und die Hauptamtlichen bildeten jedoch "entgegen mancher Befürchtung keinen Super-Ober-Pfarrgemeinderat oder eine Art Polit-Büro", sondern habe das Miteinander der Pfarrgemeinden zum Ziel. Die Pfarrgemeinden hätten ein breites, solides Fundament, verschiedene Traditionen und gewachsene Strukturen. Aber: "Wir müssen ein neues, gemeinsames Ganzes schaffen", so Irene Walter.
Ein "gemeinsames Blättle", der "Petershauser Kirchenkompass", sowie verschiedene gemeinsame Aktivitäten seien bereits Ausdruck dieses Zusammenwachsens, ebenso wie das Mitarbeiterfest.
Aus der Not des Priestermangels sei im September 2002 die Seelsorgeeinheit geboren worden, so Pfarrer Rudiger. Es wäre zwar schöner gewesen, wenn jede Pfarrei einen eigenen Pfarrer hätte, aber gemeinsam mit den vielen Engagierten und Dank der Mithilfe von Mitbrüdern sei es gelungen, dass nicht weniger Gottesdienste gefeiert würden.
Von Jugendlichen bis hin zu den Senioren - die "Schar, die sich in vorbildlicher Weise für den Aufbau der Pfarreien einsetzt" sei groß, so Rudiger weiter. Zu seinen Gästen gewandt sagte er: "Ohne euch wäre eine Gemeinde ziemlich tot und könnte nicht wachsen und gedeihen."
Mit roten Rosen bedankte sich Pfarrer Andreas Rudiger stellvertretend für die vielen Aktiven bei Einzelnen. Gemeinsam verbrachten sie alle einen vergnüglichen Abend mit Gesangsdarbietungen des Kirchenchores St.Gebhard unter Leitung von Reinhard Müller, Tanzdarbietungen des Singkreises und natürlich mit interessanten Gesprächen.