Konstanz Ein fast perfekter Entwurf

Konstanz – Die Insel Mainau stellt hohe Ansprüche an einen geplanten Neubau am denkmalgeschützten Comturey-Keller: Städtebauliche, gestalterische, funktionale, ökologische und ökonomische Rahmenbedingungen müssen berücksichtigt werden. Gräfin Bettina Bernadotte, Geschäftsführerin der Insel Mainau, und Professor Jörg Aldinger, Juryvorsitzender, stellten die Ergebnisse des Planungswettbewerbs vor.Derzeit seien vor dem Comturey-Keller etwa 1000 Quadratmeter überbaut, erklärte Aldinger.

Gartendirektor Markus Zeiler, Juryvorsitzender Jörg Aldinger, Geschäftsführerin Gräfin Bettina Bernadotte und Gastronomiedirektor Wolf Eschger freuen sich über den gelungenen Entwurf  zum Umbau beim Comturey-Keller auf der Insel Mainau.
Gartendirektor Markus Zeiler, Juryvorsitzender Jörg Aldinger, Geschäftsführerin Gräfin Bettina Bernadotte und Gastronomiedirektor Wolf Eschger freuen sich über den gelungenen Entwurf zum Umbau beim Comturey-Keller auf der Insel Mainau. | Bild: Bild: Schutzbach

Über 2000 Quadratmeter werden es nach dem Neubau sein, wenn wie geplant der Entwurf von Hein-Troy Architekten (Bregenz, Österreich) und Thomas Steinmann Landschaftsplanung (Winterthur, Schweiz) verwirklicht wird. Dafür ist dann fast der komplette Bau von Natur überdeckt: „Der Garten macht sich auf dem Dach der Gastronomie breit“, scherzte Gartendirektor Markus Zeiler, der sich schon darauf freut, auf den neu gewonnenen Flächen eine hochwertige Gartengestaltung vornehmen zu können. Der Hortensienweg, der von der Schwedenschenke herunter führt und derzeit teilweise nur über eine Treppe begehbar ist, wird gewissermaßen barrierefrei hintenherum auf dem Dach nach unten geführt.

Fünf von sechs Seiten seien umbaut, was ein den Jahreszeiten angepasstes Klima böte und Energie spare, so Aldinger. Bei schönem Wetter lässt sich die Glasfront öffnen. Die Besucherströme würden so gelenkt, dass alle ihre Freude hätten, benannte er einen weiteren Vorteil der Neugestaltung. Verschieden große Räume, deren Trennung je nach Bedarf aufgehoben werden kann, ermöglichen es, kleine bis große Gesellschaften zu bewirten. Neben einer höherwertigen Gastronomie wird es auch einen Selbstbedienungsbereich geben. Abgesetzt soll davor ein Biergarten mit einer Fläche von über 750 Quadratmetern entstehen. Gastronomiedirektor Wolf Eschger freut sich darauf, dass es nur eine Küche für alle Bedürfnisse geben wird. Ein Versorgungsgang führt im Hintergrund entlang, sodass es kaum Kreuzungen mit Besucherströmen gibt. Auch die Zufahrt der Lieferfahrzeuge wir ans nördliche Ende gelegt, sodass diese kaum mit Besucherwegen kreuzt. Lichthöfe, aus denen Bäume wachsen, stellen einen weiteren Bezug zur Natur her. Der denkmalgeschützte Turm bleibt das nach außen hin sichtbare Zeichen zum historischen Ensemble.

Keiner der anderen eingereichten Entwürfe habe Landschaftsplanung, Natur und historische Bauten so nahe gebracht wie der von Hein-Troy, erklärte Aldinger. Er und Gräfin Bettina sprechen von einer gelungenen Verzahnung und Symbiose. „Der gewählte Entwurf stimmt von vorne bis hinten“, schwärmte Gräfin Bettina. „Bis auf ein Detail“, schränkte sie ein: Vom Hortensienweg müsse es für Eilige eine Abkürzung zum Schiffanleger geben. Wenn dies geklärt ist, kann es nach dem Willen von Mainau-Geschäftsleitung und Preisgericht mit den Feinplanungen und den Genehmigungsverfahren weitergehen.

Einen Zeitplan konnte Gräfin Bettina nicht nennen. Auch über die möglichen Kosten schwieg sie. „Ich möchte eine seriöse Zahl nennen können, was derzeit nicht möglich ist“, begründete sie ihre Zurückhaltung.

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