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Konstanz Ein Tag lang Kleinkunst am Stück

15.09.2010
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Die zweite Auflage der Kantinale im Neuwerk bietet ein Programm zum Mitlachen und Mitmachen

Bunt wie ihr Logo verspricht die Kantinale am Samstag, 18. September, zu werden. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr haben die ehrenamtlich tätigen Organisatoren wieder ein abwechslungsreiches Kleinkunst-Programm mit Musik, Clownerie und Tanztheater im Neuwerk zusammengestellt.

Felix Pfäfflin von den Regionauten, Torben Nuding von der Kantine und Karen Merkel vom Büro für Kommunikationsdesign tragen die organisatorische und gestalterische Hauptlast. „Wir haben darauf geachtet, dass es ein Programm zum Mitmachen und Mitlachen wird“, sagt Pfäfflin. Es soll Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen ansprechen. Fast alle Künstler stammen aus Konstanz und Umgebung, die weiteste Anreise haben „Figli di madre ignota“ aus Mailand. Ein Tag lang soll „Kleinkunst am Stück“ geboten werden: „Das ist wie fünf Bälle gleichzeitig in der Luft zu halten“, fasst Pfäfflin zusammen. Ein besonderer Höhepunkt dürften die „Clowns ohne Grenzen“ sein. Der Verein ist der deutsche Ableger der internationalen Organisation „Clowns Without Borders“, die in Krisen- und Kriegsgebieten Kindern Freude schenken und damit vom oft erschütternden Alltag ablenken will. Das „Sri Lanka Team 2010“ wird bei der Kantinale einen Benefiz-Auftritt geben.

Auch die Veranstaltung Kantinale ist auf Sponsoren angewiesen. Üblicherweise nutzen Unternehmen die Gelegenheit, mit ihrem finanziellen Engagement auf sich aufmerksam zu machen. Mit Fredis Feiertag haben die Macher erstmals eine Privatperson als Sponsor gewonnen. Sie übernimmt die Kosten für die „Clowns ohne Grenzen“. „Das hätte unseren Kostenrahmen gesprengt“, sagt Pfäfflin. Mit ihrem Beitrag unterstützt sie die Arbeit dieser Organisation. In der Nachsorgeklinik Tannheim habe sie erlebt, wie die Spaßmacher die Kinder aufheiterten. „Traurige Kinder sind etwas Schreckliches und es ist schön, wenn in ihren Augen Freude aufkommt“, sagt sie.

Bei der Kantinale wird es wieder zwei Bühnen geben: eine im Innenhof des Neuwerks und die andere in der Kantine. Dies erleichtert den Programmwechsel. Der Jazzchor Konstanz wird die Kantinale eröffnen. Gleich der Auftakt bietet eine Chance zum Mitmachen: Spontane Gastsänger dürfen zum Chor auf die Bühne. Bei vier Workshops lernen die Kinder einiges über Clownerie, Jonglieren, Graffiti und Musikmixen. Besonders gespannt ist Torben Nuding auf die zu gestaltende Graffiti-Wand. „Die bleibt hoffentlich dauerhaft“, sagt er.

Das skurrile Figurentheater von Lothar Lempp, der sich auf „Sachensuche“ begibt, soll alle zum Lachen bringen. Die Jazz- und Rockschule Konstanz präsentiert das Jazz-House-Duo „Akarola“: Die jungen Musiker Dirk Handreke und Frederik Mademann erzeugen mit Beats und Saxofon tanzbare Grooves. Die Zusammenarbeit mit der Schule zeige, dass die Kantinale bewusst auf eine Zusammenarbeit mit nicht etablierten Einrichtungen setze, sagt Pfäfflin.

„Figli di madre ignota“, die Mailänder Balkan-Pop-Rocker, erhalten die Gelegenheit zu zwei Auftritten: Beim ersten zeigen die neun Musiker, was sie unplugged draufhaben, ihre zweite Darbietung erfolgt elektrisch verstärkt. Zum Abschluss der Kantinale treten Esperanza Sound Sistema auf: Die traditionellen Rhythmen vom Balkan und aus Lateinamerika mit Breakbeats, Ska, Reggae oder Electro seien „extrem tanzbar“ verspricht das Programm.

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