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Konstanz Ein Parkhaus und ein Hotel in der Nähe des Neuwerks

Firma will Stellflächen an Industriegebiet schaffen. Spatenstich für Herberge soll im Frühsommer sein.

Wenn an der Reichenaustraße ein neues Eingangsportal zur Stadt entsteht, könnte es damit auch eine Entlastung bei der Parkplatznot geben. Der Projektentwickler Euroconcept plant nicht nur ein Hotel und ein Veranstaltungsgebäude, sondern auch ein Parkhaus mit Shuttleanschluss an die Innenstadt.

Bei der Frage nach der Zukunft für das Gelände zwischen Reichenaustraße und Line-Eid-Straße ist Kurt Breit einen Schritt weiter. Seit der SÜDKURIER über das Vorhaben des Euroconcept-Prokuristen berichtet hat, ist einiges geschehen. Zwischenzeitlich haben die Konstanzer Architekten Fredi D'Aloisio und Helmut Dury ihre Entwürfe auch dem Gestaltungsbeirat vorgestellt und können für das Areal nahe der Agentur für Arbeit weiter planen. Für Kurt Breit steht somit auch definitiv fest, was er mit einem zweiten, zwischen 5000 und 6000 Quadratmeter großen, Zwickel plant. Zuletzt hatte er sich darüber noch bedeckt gehalten.

Direkt nach der neuen, zwischen dem Areal und dem Kranunternehmen Gräber entstandenen, Straße ins Unterlohn, soll das Lifestylezentrum mit Veranstaltungsräumen und Restaurant entstehen, worüber der SÜDKURIER berichtet hat. Im Anschluss will Euroconcept ein Parkhaus hochziehen. Kurt Breit denkt an eine Kapazität von bis zu 600 Stellflächen. Je nach unterirdischer Erweiterung könnten es mehr werden. Das Immobilienunternehmen Ellwanger und Geiger werde sich um die Suche nach einem Betreiber kümmern, erklärte Bernd Menne, geschäftsführender Gesellschafter des Konstanzer Büros, dem SÜDKURIER.

Noch ist Kurt Breit mit seinem Vorhaben nicht auf die Stadt Konstanz zugegangen. Dies soll in den nächsten Wochen geschehen, sagt er im Gespräch. Der Prokurist wird dann wohl auch seine Idee eines Shuttleservices vom konzipierten Parkhaus in die Innenstadt vorstellen. Somit könnten, ist er überzeugt, Touristen am Eingang zu Konstanz abgefangen und der Verkehrsstau zwischen Bodanstraße und Rheinsteig reduziert werden. Allerdings ist die Stadt selbst noch darum bemüht, ihren eigenen P+R-Platz an der Schänzlebrücke Nord für die Tagesbesucher attraktiver zu gestalten, damit diese den Bustransfer zur Einkaufsmeile nutzen. Bislang liegt die Resonanz hinter den Erwartungen zurück.

An das Euroconcept-Parkhaus in Richtung Agentur für Arbeit soll sich ein Hotel anschließen. Im Frühsommer, vermutlich im Mai oder Juni, wird laut Kurt Breit die Grundsteinlegung sein. Die Baugenehmigung liege vor. Je nach Bauverlauf werde das Hotel bis Sommer oder Herbst 2015 errichtet sein. Als Baukosten veranschlagt der Projektentwickler 23 bis 24 Millionen Euro. Es gebe bereits einen „namhaften Betreiber“, sagt Kurt Breit. Mehr verrät er nicht, nur so viel: Das neue Hotel an der Reichenaustraße werde 204 Zimmer haben und soll, so ist es geplant, als Vier-Sterne-Haus an den Markt gehen. Er selbst sei Entwickler des Projekts und übergebe es dann an einen Investor. Konzeptionell sollen die Hotelgäste eine große Nähe zum Automobil erfahren. Sie sollen ihr eigenes, ideell wertvolles Fahrzeug über einen Aufzug in das Geschoss ihres Zimmers fahren und vor dem Eingang parken können, geht aus den dem Gestaltungsbeirat vorgelegten Entwürfen hervor.

Euroconcept überplant nicht das gesamte Gelände zwischen Reichenaustraße und Line-Eid-Straße. Es bleibt in unmittelbarer Nähe zur Agentur für Arbeit ein Areal frei – vorerst. Welche Ziele die D+S Immobilien AG aus Kreuzlingen mit dem Gelände verfolgt, ist unklar. Vertreter waren telefonisch nicht zu erreichen. Mit der Idee eines Gewerbehochhauses war sie am Gemeinderat gescheitert.

 

Weitere Pläne

 

Hotels: Das geplante Hotel von Euroconcept ist nicht das einzige in der Umgebung. Zwischen Neuwerk und Schnellrestaurant Burger King entsteht ein 160-Betten-Haus auf einem Ein- bis Zwei-Sterne-Niveau. Voraussichtlich im Frühjahr 2014 wird das „47 Grad“ der Familie Ganter auf dem Great-Lakes-Areal eröffnen.
 

 

Euroconcept: Das Unternehmen hat seinen Sitz im Schweizer Kanton Zug. Direktor ist Kurt Breit. Für die Projektentwicklung in Konstanz an der Reichenaustraße hat er eine eigene Niederlassung unter dem Firmennamen Euroconcept Development GmbH gegründet, bei der er als Prokurist auftritt. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt eigenen Angaben zufolge auf der Realisierung und Vermarktung komplexer Bauvorhaben in den Segmenten Einzelhandel-, Büro- und Geschäftsimmobilien sowie bei umfangreichen Projekten von Wohnliegenschaften. Ein Spezialgebiet seien die Bereiche Pflege und Hotellerie. Phz)

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