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Konstanz Ein Abend voller Jazz: 20. Benefizveranstaltung begeistert Besucher - Mit vielen Bildern!

Mehr als 2000 Menschen besuchen Jazz Downtown in Konstanz und flanieren zwischen 23 Bands und Lokalen.

Die 20. Auflage der Benefizveranstaltung Jazz Downtown hat das Publikum, die Musiker und die Veranstalter gleichermaßen begeistert. Die Nacht der Musik zu Gunsten der Hospizarbeit in Konstanz beschwingte die Zuschauer und hielt so manche Überraschungen bereit. Die größte Überraschung war das Eröffnungskonzert im Konstanzer Münster: Die Sitzreihen für etwa 800 Zuschauer füllten sich rasch und eine Open-Air-Atmosphäre erfüllte den bunt illuminierten Raum, denn die Gäste aller Altersklassen setzten sich ungezwungen auf den Boden oder standen dicht an dicht bis an das Eingangsportal. Sie wollten sich das musikalische Experiment „Klangvolle Beziehungen“ keinesfalls entgehen lassen.

Festival-Atmosphäre in der Kirche:Mehr als 1000 Zuschauer kamen zum Eröffnungskonzert in das illuminierten Münster. Bild: Aurelia Scherrer
Festival-Atmosphäre in der Kirche:Mehr als 1000 Zuschauer kamen zum Eröffnungskonzert in das illuminierten Münster. Bild: Aurelia Scherrer

Von dem Blick in das beinahe überfüllte Kirchenschiff war auch Gemeinderätin Christiane Kreitmeier, welche im Namen des Oberbürgermeisters und der Stadt Konstanz die Benefizveranstaltung eröffnete, überwältigt. „Jazz Downtown hat sich zu einem Konstanzer Höhepunkt entwickelt und die Hospizarbeit weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt gemacht“, sagte sie. Ziel war es von Anbeginn, die Themen Tod und Sterben aus der Tabuzone zu rücken, auf die wertvolle Hospizarbeit aufmerksam zu machen und für dieses sinnvolle Engagement im Dienste der Mitmenschen Geld zu sammeln. Eigentlich als einmalige Aktion geplant, hat sich Jazz Downtown längst „zu einer tollen Bürgerbewegung entwickelt“, so Kreitmeier. Mehr als 2000 Besucher flanierten von einem Lokal zum anderen, um unterschiedliche musikalische Stilrichtungen für sich zu entdecken.

Gut gefülltes Pano: Auch hiert drängen sich die Zuschauer, um einen Blick auf die Band zu ergattern. Bilder: Aurelia Scherrer
Gut gefülltes Pano: Auch hiert drängen sich die Zuschauer, um einen Blick auf die Band zu ergattern. Bilder: Aurelia Scherrer

Einige der 23 Lokale, in denen die vorwiegend lokalen und regionalen Bands, sei es unterschiedliche Jazz-Stilrichtungen oder Rock, Elektro, Latin, Salsa, Reggea, Blues, Funk, Soul, Pop, Elektro und Hip-Hop boten, waren zeitweise überfüllt. Trotzdem hatten die Besucher Spaß, disponierten kurzfristig um, besuchten spontan ein anderes Lokal und eine andere Band, um in einer Musikpause zum nächsten Konzert zu spazieren. Liebhaber guten, handgemachten Rocks genossen beispielsweise den Abend mit Schwestergaby in der Seekuh, Fans kubanischer Musik sangen und tanzen mit Son Pa Ti im Pano, die Hepburns begeisterten in der Spitalkellerei, im Speiserestaurant La Piazza spielte die Formation Off Limits, und The Roosters zogen die Besucher sowie Gastronom Bashkim Beshiri in den Bürgerstuben in ihren Bann.

Immer gute Stimmung und zu Scherzen aufgelegt: Die Band "Schwestergaby" – hier Gaby Wunderlich und Klaus Wilsrecht-Zahn – rockten in der Seekuh. Bild: Aurelia Scherrer
Immer gute Stimmung und zu Scherzen aufgelegt: Die Band "Schwestergaby" – hier Gaby Wunderlich und Klaus Wilsrecht-Zahn – rockten in der Seekuh. Bild: Aurelia Scherrer
Mit Jazz, Funky Jazz und Jazz-Rockunterhielt die Band "Off Limits" die Gäste im "La Piazza". Bild: Aurelia Scherrer
Mit Jazz, Funky Jazz und Jazz-Rockunterhielt die Band "Off Limits" die Gäste im "La Piazza". Bild: Aurelia Scherrer
Son Pa Ti waren zum wiederholten Mal Garanten für gute Stimmung bei Jazz Downtown. Mit Salsa, Son und Cumbia bereicherte die Band das musikalische Spektrum der Großveranstaltung.
Son Pa Ti waren zum wiederholten Mal Garanten für gute Stimmung bei Jazz Downtown. Mit Salsa, Son und Cumbia bereicherte die Band das musikalische Spektrum der Großveranstaltung.

Beshiri und seine Brüder beteiligten sich mit drei Lokalen an Jazz Downtown. „Es ist uns ein persönliches Anliegen, einen Beitrag zu leisten, denn wir finden die Hospizarbeit toll. Ich bewundere diese integren Menschen, die sich für Schwerkranke und Sterbende einsetzen“, so Bashkim Beshiri.

Jazz Downtown

Zufrieden mit dem Verlauf der 20. Auflage ist die Organisatorin Eva Riedle vom Hospizverein Konstanz. "Wir hatten mehr als 2000 Besucher. Das ist ein guter Durchschnitt", wertet sie. Der Rekord von etwa 2400 zahlenden Besuchern war nicht zu knacken. Was ihr besonders auffiel: "Es waren sehr viele junge Leute unterwegs." Die Atmosphäre war trotz Regens sehr entspannt. Aber auch wenn am Samstagabend vor allem der Musikgenuss im Vordergrund stand und der Erlös der Hospizarbeit zu Gute kommt, liegt Eva Riedle etwas besonders am Herzen: Dass die Menschen verinnerlichen, dass sie sich an das Hospiz wenden können, denn das Hospiz ist offen für Trauernde, Schwerkranke und Sterbende, und jene, die eben diese Personen betreuen.

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