Die Wobak erzeugt mit einer Photovoltaik-Anlage in Petershausen Strom für rund 20 Familien.
Die Wobak nimmt eine große Photovoltaik-Anlage auf ihrem Neubau an der Bruder-Klaus-Straße in Betrieb. Im Frühjahr 2012 sollen die ersten Bewohner in den markanten Neubau mit 109 geförderten Mietwohnungen einziehen. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft hat hier nach eigenen Angaben rund 15,5 Millionen Euro investiert.
Neben der Wohnqualität für die Mieter stehe der Klimaschutz beim jüngsten Projekt der Wobak ganz im Vordergrund, so Prokurist und Architekt Ulrich Eppler. Mit einer Anlage zur Wärmegewinnung aus dem Abwasser eines nahe gelegenen Kanals leiste man in Konstanz Pionierarbeit. Da diese Anlage auch Betriebsstrom benötige und die künftigen Bewohner ohnehin auf Strom im Haushalt angewiesen seien, habe man den zweiten Baustein des innovativen Energiekonzeptes der Energiesparhäuser konsequent entwickelt.
Auf den großen Flachdächern aller Gebäudeteile waren die besten Voraussetzungen einer optimalen Ausrichtung der Photovoltaik-Module zur Sonne mit maximaler Energieausbeute gegeben. Auf den Dächern wurden 345 Module installiert. Sie produzieren etwa 82,8 Kwpeak (Kilowatt peak), was dem Stromverbrauch von rund 20 Familien im Jahr entspreche. Durch die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung können mit der etwa 230 000 Euro teuren Anlage etliche Tonnen CO eingespart werden. Die Anlage wurde von einem in Deutschland produzierenden Anbieter erworben und von ortsansässigen Handwerkern installiert.
„Das modellhafte Energiekonzept, zu dem auch ein Blockheizkraftwerk und zahlreiche effizienzsteigernde Maßnahmen wie eine hohe Wärmedämmung und Lüftungsanlagen gehören, versucht Antworten zu geben auf die immer drängenderen Fragen nach den Folgen des Klimawandels für uns alle“, teilte Ulrich Eppler mit. Die Wobak wolle ihrer Vorbildfunktion als öffentliches Unternehmen weiterhin gerecht werden, um beim Klimaschutz kreativ neue Ideen umzusetzen.