Konstanz Egg hat nun eine eigene Bürgergemeinschaft

Im kleinsten Stadtteil hat sich eine Bürgergemeinschaft gegründet. Erste Themen hat sie für sich schon ausgemacht.

Bürgergemeinschaften mischen sich ein: In den vergangenen Jahren sind die Interessenvertretungen zum gewichtigen Sprachrohr der Bürger geworden. Sie wollen mitgestalten, ihre Stimme erheben, wollen konstruktiv an der Entwicklung ihres Stadtteils mitwirken. Auf diese inhaltliche Formel bringt auch Patrick Betz die jüngste Bürgergemeinschaft in Konstanz. Als Vorsitzender wollen er und seine Mitstreiter Themen in die Öffentlichkeit transportieren, die die Egger bewegen.

Der kleinste Stadtteil hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Seit dem Jahr 2000 ist er um 51,3 Prozent gewachsen, heute leben dort 770 Menschen. Patrick Betz geht davon aus, dass das noch nicht das Ende ist. Die Entwicklung sei nicht einheitlich geschehen. Trotz des Wachstums gebe es in Egg kein Einzelhandelsgeschäft und keinen Versammlungsraum zur Pflege der Dorfgemeinschaft, sagt der Vorsitzende. Bei weiteren Bauvorhaben reiche die durch den Ort führende Hauptstraße nicht mehr aus. Zusammengefasst hat sich die neue Interessenvertretung diese Themenschwerpunkte gesetzt: Verkehr, Infrastruktur, bauliche Veränderungen und Dorfgemeinschaft. In einer öffentlichen Gründungsversammlung am Donnerstag, 23. April, will sie um 19 Uhr in der Schnattermühle (Bachgasse 1) allen Bürgern ihre Ziele erläutern. Dann stellen sich auch Gaby Ellegast als stellvertretende Vorsitzende, Siegmund Kopitzki als Schriftführer und Ingrid Heitz als Kassiererin des neu gegründeten Vereins vor.

„Wir wollen uns eine Stimme geben, die gehört wird“, sagt Patrick Betz. Wie dies funktionieren kann, wie eine Bürgergemeinschaft sich auch bei der Lokalpolitik zu Wort melden kann, dafür finden die Egger in der Nachbarschaft gute Vorbilder: die Bürgergemeinschaft Allmannsdorf-Staad (BAS). Sie hat sich bislang auch immer um die Belange der Egger gekümmert. Betz honoriert das. Egg sei zwischenzeitlich jedoch so groß geworden, dass eine eigene Bürgervertretung, wenn es schon keinen Ortschaftsrat gibt, notwendig sei. Mit der BAS beabsichtige er „einen kollegialen Austausch“.

Die Bürgervertreter von nebenan stehen dem aufgeschlossen gegenüber. „Wir begrüßen das“, sagt BAS-Ehrenvorsitzender Alexander Gebauer, „ich freue mich immer, wenn Menschen sich engagieren.“ Die Stadtteile haben durchaus gemeinsame Themen, etwa beim Verkehr. Patrick Betz und Alexander Gebauer wollen dann die konstruktive Zusammenarbeit suchen. Die Egger beabsichtigen einen ersten Versuch, um der Dorfgemeinschaft mehr Leben einzuhauchen: Sie planen für den Sommer die Wiederbelebung der Egger Tafel, an der die Bürger Platz nehmen und in Kontakt kommen sollen.

Weitere Infos unter: www.konstanz-egg.de

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