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13.07.2012  |  von  |  6 Kommentare

Konstanz Echttest für umstrittene Begegnungszone am Konstanzer Bahnhof

Konstanz -  Der provisorische Stadtboulevard am Konstanzer Bahnhof ist fertig. Auto-, Radfahrer und Fußgänger sollen nun gegenseitig Rücksicht nehmen.

Start für die Begegnungszone: (von links) Stadtrat Alexander Fecker (CDU), Stadtrat Normen Küttner (FGL) und Bürgermeister Kurt Werner. Grün ist die Leitfarbe, so zeigen die geschwungenen Linien auf dem Asphalt die Fußgängerbereiche an.  Bild: Hanser



Jetzt beginnt der große Test am Bahnhof: Am Donnerstag ist der neue Stadtboulevard offiziell eröffnet worden. Nachdem es in der Bauphase zu etlichen Irritationen gekommen war, hoffen Bürgermeister Kurt Werner und die Planer der Stadtverwaltung nun auf gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer. Dieser Anspruch sei die Besonderheit der Begegnungszone, sagte der Bürgermeister: „Es ist ein klarer Bewusstseinswandel.“

Für Radfahrer verbessert sich die Situation seit Donnerstag deutlich: Die beiden neuen Radspuren in der Konzilstraße vom Fischmarkt bis zum Bahnhofsplatz sind ebenfalls schon markiert. Bisher wussten viele ortsunkundige Radfahrer am Fischmarkt nicht weiter, weil der Radweg der Konzilstraße dort abrupt endet.

Selbst wenn manche ungeduldig wurden: Bisher war die Begegnungszone noch nicht fertig gebaut, die Abläufe könne man erst jetzt bewerten, sagte Kurt Werner. Bislang seien einzelne Autofahrer auch noch zu schnell gefahren, obwohl Tempo 20 schon länger gilt. Irritationen habe es zudem durch die grünen Schlangenlinien gegeben. Sie zeigen während der Testphase die Fußgängerbereiche an. Grün sei die Leitfarbe im provisorischen Boulevard, die Linien seien dazu da, „alles wie eine Heftklammer zusammenzufügen und dem Ganzen etwas Pfiff zu geben“.

In den vergangenen Wochen war es mehrfach zu Klagen gekommen, so wegen der Bushaltestelle vor der Ladenzeile und der Einfahrt von der Dammgasse in den Boulevard, die aufgrund der Busse zu unübersichtlich sei. Der Bürgermeister bat um Geduld, zumal es noch nicht der endgültig ausgebaute und gestaltete Boulevard sei: „Man kann nicht sagen, wir bauen ein Provisorium für 177 000 Euro und alles muss funktionieren wie in der fertigen Begegnungszone.“ Es müsse sich alles erst einspielen. So hielten manche Busfahrer noch zu nahe an der Einfahrt. „Es braucht Zeit, bis die Menschen alles annehmen.“ Kritik wurde auch am hohen Bordstein der Bushaltestellen laut. Er erleichtert den Fahrgästen den Einstieg, sei für Passanten aber von Nachteil. Über mögliche Änderungen werde mit den Stadtwerken noch einmal gesprochen, kündigte Werner an.

In der Testphase wird es Verkehrszählungen geben. Zudem sollen Bürger Kritik und Anregungen einbringen. Nach der Probephase soll an kritischen Stellen nachgebessert werden. Die Mischfläche werde aber schon zunehmend angenommen, berichtete der Bürgermeister. Sehr beliebt seien auch die zusätzlichen Sitzbänke.

Die Begegnungszone am Konstanzer Bahnhof sorgt für viel Diskussionsstoff.

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