Seinen ersten Auftritt in Konstanz hat der Kölner Drum & Bass-Magier The Greenman vor etlichen Jahren in der Spiegelhalle auf Einladung der längst verblichenen Club- und Konzertreihe "I sing the body electric" absolviert. Veranstaltet wurde das Ganze seinerzeit von Planet Rock, der feinen Konzertagentur, die in der Münzgasse residierte. Planet Rock betreut heute von Berlin aus diverse Underground-Acts, während The Greenman nach wie vor in Köln das Drum & Bass-Label Basswerk und die dazugehörige Clubveranstaltung "Basswerk Sessions" im Gebäude 9 betreibt. Bass & Bass-Freunde kennen von The Greenman Tracks wie "Infinity", "Feb21st" oder - ganz aktuell - "Easy".
Heute Abend ist The Greenman im Rahmen der Basslastic-Reihe im Kulturladen zu Gast. Mit dabei: Basswerk-MC Chevy, der unter anderem auch bei N.O.H.A. mitwirkt. Das Rahmenprogramm bestreiten die beiden Basslastic-Resident-DJs Mellokat und Valerian.
Im TapTab in Schaffhausen steht heute Abend eine norwegische Band auf der Bühne, über die ein britisches Musikmagazin einmal schrieb, sie klängen als würden die Bee Gees die deutschen Elektro-Pioniere Kraftwerk im Lift treffen. Die Rede ist von Datarock aus dem norwegischen Bergen - Heimat unter anderem auch von Erlend Oye und seinen Kings of Convenience sowie einem halben Dutzend anderer vielversprechender Bands.
Datarock stehen auf alberne Dancemoves, große Sonnenbrillen und singen über den guten alten Commodore 64. Ihre Mixtur aus Lo-Fi-Electronic und Rock atmet Popgespür.
Vor und nach dem Konzert forscht DJ Nena J (Moscow Discow) im Elektro-Soundlabor nach Tracks mit futuristischer Beat-Architektur. Motto: Computer Camp Love.
Einen Tag später, am Samstag, verwandelt sich das TapTab in eine Trance/Hardtrance-Party. Aus Hamburg reist Jasna Matthies aka D-Jean-D an, die in der Hansestadt im Technoclub "Tunnel" auflegt, einige Tonträger vorweisen kann und hin und wieder mit Gastspielen in London, Amsterdam und auf Ibiza glänzt.
Im Kulturladen sorgt das Rollin' Tone Soundsystem am Samstag bei der Boom-Boom-Reihe für Dancehall- und Reggae-Momente. Im Café Nordbahnhof in Radolfzell versprechen Sascha Sonido und Vinylrocker Funky- und Vocalhouse. Einem guten Zweck dient eine Party, die am Samstag im Neuwerk über die Bühne geht. Jugendliche der Kirchengemeinden St. Suso und St. Gebhard haben eine Flutopferspendenparty organisiert. Ab 20 Uhr werden regionale Bands und DJs auftreten. Der Erlös geht an Caritas International.
Tradition hat die Party United in Konstanz. Am Samstag ist es wieder so weit: Acht Örtlichkeiten vernetzen sich zur großen Party United. Das Prozedere ist bekannt: Es wird einmal Eintritt gezahlt, anschließend darf zwischen den verschiedenen Partys und Locations gependelt werden. Zwischen den Clubs verkehrt ein Shuttle-Bus. Mit dabei sind dieses Mal: Heimat (Dance Classics mit DJ Unique), Theatercafé (Club Grooves mit DJ Elmo), Café Zeitlos (Chill & Groove mit DJ Basti), Cocktailbar (Disco Classics mit DJ Big Ben) und Havana (Club Classics mit den Wunderbar Boys). Ferner: Dom (House Night mit DJ Wolfgang Raupp), Steg 4 (House Beats mit DJ Oliver Klinghoffer) und das Café Medici (House und Disco mit DJ Moe & Co). Afterhour-Partys gibt es im B1 und im Dance Palace.
Ganz anders: Das Konzert mit den schwedischen Sounds like Violence am Montag im Kulturladen. Sounds like Violence sind irgendwo im Grenzbereich zwischen Punk, Emo- und Hardcore anzusiedeln. Auf ihrer aktuellen EP "The Pistol" haben sie sechs Rock'n'Roll-Nummern versammelt, die vermutlich auch live wuchtig aus den Boxen dröhnen werden. Als Referenzen nennen die Herrschaften aus dem Norden The Posies, Afghan Whigs und Kyuss. Das Konzert findet im Rahmen der Cheap-Monday-Reihe statt.
Markus Zinsmaier
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Die Datababes sind nicht mehr, Drum & Bass verheißt aber nach wie vor die Basslastic-Reihe von Mellokat und Datababes-Gründungsmitglied Valerian (im Bild). Bei der heutigen Auflage im Kulturladen ist The Greenman zu Gast. Bild: mz
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