Konstanz - Die Idee kam Felix Rademacher ausgerechnet auf einer Party seiner Eltern: Viele der Gäste an diesem Abend waren Ärzte, sie standen in Grüppchen zusammen und redeten über Medizin. "Da hab ich mir überlegt wie sinnvoll eine Internet-Plattform für Ärzte wäre", sagt Felix Rademacher, der an der Konstanzer Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Gedacht, getan: Felix Rademacher besprach seine Idee mit einem der Professoren. Der war begeistert, und gemeinsam mit seinem Freund Martin Drees, der ebenfalls an der HTWG studiert, machte sich Felix Rademacher an die Arbeit. Was zunächst als Forschungsprojekt an Hochschule Konstanz begann, hat sich nun zu einem eigenständigen Unternehmen entwickelt: Die beiden Konstanzer sind nun neben dem Studium auch noch Gründer und Geschäftsführer ihrer eigenen Firma Coliquio.
Doch was genau steckt eigentlich hinter ihrem Unternehmen? "Wir bieten Ärzten und Kliniken die Möglichkeit, sich schnell und unkompliziert gegenseitig zu beraten", sagt Martin Drees. Hat beispielsweise ein Konstanzer Arzt Schwierigkeiten bei einem Fall, kann er ihn bei Coliquio mit Kollegen aus allen medizinischen Bereichen diskutieren. Die Plattform ist also eine Art "studiVZ" für Ärzte - nur dass es hierbei um fachliche Fragen geht, und nicht darum Freunde kennen zu lernen. Auch für Krankenhäuser ist das Netzwerk der beiden Konstanzer Studenten interessant: "Die Kliniken können bei uns ein Berichtssystem für kritische Zwischenfälle nutzen", sagt Felix Rademacher. Praktisch heißt das: Wenn bei einem Patienten etwas schief geht, können die Probleme anonym diskutiert und beim nächsten Mal vermieden werden.
