Mein

Konstanz Die besten Filme im Konstanzer Open-Air-Kino-Sommer

13.06.2012
Konstanz -  Auch wenn der Sommer noch auf sich warten lässt: Die Freiluftkinosaison in Konstanz und Kreuzlingen beginnt. Das Programm ist so vielfältig wie lange nicht

Gemeinsam unterm Sternenzelt vor großer Leinwand: Im Sommer zieht es die Menchen nach draußen. Selbst der Kinobesuch wird auf die grüne Wiese verlegt. Auch in Konstanz und Kreuzlingen in diesem Jahr.  Bild: dpa

Service
Artikel drucken  Artikel drucken
  Artikel versenden

  Newsletter
  RSS-Feed


Jeden Sommer passiert etwas Merkwürdiges – viele Menschen zieht es magisch nach draußen. Von den Entbehrungen der dunklen Jahreszeiten genervt, wollen sie jetzt am liebsten alles unter freiem Himmel erleben: Ein schönes Abendessen, den Feierabenddrink und selbstverständlich auch den Kinobesuch. Wohl auch deshalb dauert der Boom bei den Open-Air-Kinos im ganzen Land an. Das ist auch in Konstanz und Umgebung so. In diesem Jahr sogar mit einem besonders vielfältigen Programm: Neben dem fast schon traditionell stattfindenden Freiluftkino des Kommunalen Kinos Zebra, hat in diesem Jahr auch ein Veranstalter im benachbarten Kreuzlingen sein Programm deutlich ausgebaut. Unter der Dachmarke „Ostschweizer Open Air Kinosommer 2012“ bespielt die Open Air Kino Cinair AG aus St. Gallen ab dem 26. Juni den Kreuzlinger Seeburgpark.

Das Programm (siehe Text unten) hier ist bunt gemischt und bedient viele Geschmäcker. Neben eher anspruchsvollen Filmen wie dem Oscar-Abräumer „The Artist“, dem Margret-Thatcher-Porträt „Die eiserne Lady“ (mit Meryl Streep in der Hauptrolle) und dem von der Kritik hochgelobten „Drive“, gibt es auch leichteres Unterhaltungskino mit „Men in Black 3“ oder „Ice Age 4“. „Wir versuchen immer, einen möglichst breiten Genremix hinzubekommen, um für möglichst viele Menschen etwas zu bieten“, sagt Lisa Rüegg von der veranstaltenden Cinair AG. Eröffnet wird der Kreuzlinger Kinosommer übrigens mit dem großartigen Film „Ziemlich beste Freunde“.

Das Open-Air-Kino hat allerdings nicht nur Freunde. Die Scala Filmtheaterbetriebe, größter Kinoanbieter in Konstanz, haben sich vor Jahren aus dem Geschäft zurückgezogen. „Das war oft ein sehr hohes finanzielles Risiko bei der unsicheren Wetterlage in unserer Region. Deswegen haben wir uns irgendwann entschieden, die Reihe auf Klein Venedig einzustellen“, sagt Dieter Bär, von den Scala Filmtheaterbetrieben. An eine Neuauflage werde auch nicht gedacht, so Bär weiter.

Anders das Zebrakino: Schon seit vielen Jahren betreibt das Programmkino im Sommer eine mobile Filmleinwand. In diesem Jahr wird sie an sechs verschiedenen Spielorten – vom Rheinstrandbad bis zum Zentrum für Psychiatrie Reichenau – aufgestellt. „Für uns lohnt sich das auf jeden Fall, trotz des großen Aufwands“, sagt Marco Marrandino, Geschäftsführer des Zebrakinos. Im Open-Air-Programm könne man auch mal etwas kommerziellere Filme zeigen als im regulären Zebraprogramm, erklärt Marrandino. „Damit erreichen wir ein neues Publikum und können die Menschen so auf uns aufmerksam machen“, sagt der Geschäftsführer. Das Sommerkino des Zebras ist gleichwohl immer noch näher an der Filmkunst, dem Arthouse, angelehnt, als das Kreuzlinger Programm. Zu sehen sind in Konstanz unter anderem der Fantasy-Abenteuerfilm „Super 8“ von „Lost“-Macher Jeffrey Jacob Abrams, die Dokumentation „Taste the waste“ über unsere Wegwerfgesellschaft, der Woody-Allen-Film „Midnight in Paris“ und der sehr berührende und sehr sehenswerte deutsche Film „Barbara“ mit einer großartigen Nina Hoss als Hauptdarstellerin.

Wenn dann jetzt noch irgendwann das Wetter mitspielt, dann dürften uns wunderbare Filmnächte unter freiem Himmel bevor stehen.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln

Jetzt Newsletter anfordern:
© SÜDKURIER GmbH 2013