Reichenau Die Vielfalt der Reichenau: Gemeinde und Betriebe starten in die Saison

Zum offiziellen Auftakt am Samstag und Sonntag, 29. und 30. April, gibt es einen Gratisbus und kostenlose Führungen. Auch der Gewerbeverein ist neu dabei mit einer Ausstellung.

Entdecken, verweilen, genießen heißt wieder das Motto auf der Insel Reichenau beim offiziellen Saisonstart am Samstag und Sonntag, 29. und 30. April. Es gehe darum, die Vielfalt der Angebote auf der Gemüseinsel zu präsentieren, erklärt Sabine Lück von der Tourist-Information, die diese Gemeinschaftsaktion koordiniert. Fast alle Betriebe aus Gastronomie, Handel und Kunsthandwerk nehmen daran teil, betont sie. Und neben der Gemeinde und dem Verkehrsverein seien diesmal auch die Handwerker aus dem Gewerbeverein dabei, so Lück.

Neu gebe es in der Werkstatt der Schlosserei Wieser eine Ausstellung von rund 50 Gemälden mit Reichenaumotiven verschiedener Künstler. Verbunden sei dies mit einem Quiz: Die Besucher sollen dabei erraten, an welcher Stelle der Insel die einzelnen Bilder gemalt wurden. Der Gewerbeverein sponsere zudem ein Benefizkonzert zugunsten der Jugendarbeit in den Reichenauer Vereinen – und dehnt damit das Aktionswochenende aus. Denn am 1. Mai um 19 Uhr präsentiert ein Ensemble der Südwestdeutschen Philharmonie ebenfalls bei Wieser ein Programm aus Minimalismus und Moderne, das zum Werkstattambiente passen soll.

Der Sinn und Zweck dieser Gemeinschaftsaktion habe sich in den Vorjahren erfüllt, meint Lück. Die Betriebe seien recht konstant dabei. „Gerade für die Kleineren ist das eine gute Möglichkeit, sich zu präsentieren.“ Die Kunsthandwerker würden auch wieder Sonderaktionen anbieten: wie Glasperlen entstehen oder mit dem Gießen von Zinnherzen. Und auch die Rückmeldungen von Gästen würden den erhofften Effekt bestätigen: „Viele sind immer noch überrascht über die Vielfalt der Betriebe und was diese bieten“, berichtet Lück. Als Beispiele nennt sie Inges Badelädele, das auf engstem Raum eine große Kollektion biete wie kaum ein Anderer in der Region; oder das Schuhgeschäft Flotte Sohle, wo es Modelle gebe, die man nicht überall bekomme; oder auch den engagierten Berufsfischer Werner Keller, der wieder vor dem Hotel-Restaurant Inselhof Bodenseefische vorstellen werde. Und zudem gebe es in diesem Fischereibetrieb noch einen Haustürverkauf – wie früher, erklärt Lück: „Das ist auch etwas, was den Charme der Reichenau ausmacht.“

 

Auf dem Weg zur Marke

Der Saisonauftakt auf der Insel Reichenau unter dem Motto „Entdecken, verweilen, genießen“ findet offiziell am 29. und 30. April von 11 bis 16 Uhr statt. In dieser Zeit gibt es den kostenlosen Inselbus, Führungen und Infoangebote. Die Gemeinschaftsaktion soll dazu beitragen, die Reichenau als einheitliche Marke zu etablieren, was Bürgermeister Wolfgang Zoll und die Gemeinde mittelfristig anstreben. Die verschiedenen Bereiche wie Gemüse- und Weinbau, Tourismus, Fischerei und so weiter sollen dabei im einheitlichen Erscheinungsbild auftreten. (toz)

 

Damit die Besucher bequem über die Insel kommen, finanziert die Gemeinde wieder einen kostenlosen Transport mit dem Inselbus. Von dessen Haltestellen könnten alle Betriebe leicht erreicht werden, so Lück. Zudem gebe es wieder Fahrradverleih, damit der Verkehr nicht überhand nehme. Und auch das Welterbe sei natürlich Thema. Der Verkehrsverein biete kostenlose Sonderführungen an – zum einen um 12.30 Uhr und 16 Uhr zu den ottonischen Wandmalereien in der St.Georgs-Kirche und, exklusiv an diesem Wochenende, um 11 Uhr und 14 Uhr auf den Spuren des Klostergründers Pirmin durch Mittelzell und das Münster.

Zur Orientierung der Gäste werde es wieder einen Infostand beim Parkplatz in Oberzell, gleich am Inselanfang, geben. Zudem habe die Tourist-Information geöffnet. Diesmal gebe es aber keine extra Broschüre zum Saisonstart, erklärt Lück, weil der Verkehrsverein in seinem Jahresinfoheft alle Betriebe plus Inselplan berücksichtigt habe.

Trotz des winterlichen Wetters zuletzt ist Lück zuversichtlich. „Dieses Wochenende hat sich etabliert.“ Viele Leute würden dieses Angebot auch unabhängig vom Wetter gern nutzen – das habe sich nicht zuletzt 2016 gezeigt, wo es ebenfalls unbeständig war. „Ein gutes Barometer ist da der Inselbus: Der war fast immer voll.“

 

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